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WIRD FERTIG: Die D-Linie zwischen Raschplatz und Goetheplatz. Ab Montag rollen die Bahnen wieder oberirdisch.

WIRD FERTIG: Die D-Linie zwischen Raschplatz und Goetheplatz. Ab Montag rollen die Bahnen wieder oberirdisch.
 © Christian Behrens

Bauprojekt

D-Linie fährt ab Montag zum neuen Endpunkt Raschplatz

16 Wochen war die D-Linie ab dem Goetheplatz gesperrt. Die Bahnen rollten unterirdisch durch den Tunnel. Wie geplant werden diese am kommenden Montag jedoch erstmals den neuen Endpunkt am Raschplatz ansteuern. Entlang der Strecke wird aber noch lange Baustelle sein.

Hannover.  Die D-Linie ist noch immer eine Großbaustelle. So groß, dass schwer vorstellbar scheint, was die für den Umbau zuständige Infra am Dienstag verkündete: Am kommenden Montag, ab 4 Uhr, sollen die Linien 10 und 17 wieder oberirdisch den Betrieb aufnehmen und dann auch den neuen Endpunkt am Raschplatz ansteuern.

„Es war eine harte Zeit“, räumte Infra-Chef Stefan Harcke ein. Ende Mai war der Verkehr eingestellt worden. Seitdem rollten die Bahnen der Linie 10 unterirdisch durch den A-Tunnel zum Raschplatz. 16 Wochen Betriebspause, in denen die Strecke zwischen Goetheplatz und Raschplatz neu gebaut wurde.

Ganz so viel wie eigentlich gehofft, schaffte die Infra allerdings nicht. Aufgrund alter, nach dem Zweiten Weltkrieg nur notdürftig zugeschütteter Keller entlang der Strecke war der Untergrund zum Teil nicht so standsicher wie erwartet. Außerdem musste mehr kontaminierter Boden abtransportiert werden als geplant – statt 5000 Tonnen waren es 6500, die zwischenzeitlich auch nicht wie vorgesehen auf der Deponie abgeladen werden konnten, weil die wegen des Starkregens Ende Juni zeitweise nicht angefahren werden konnte.

Bis zu zweimal pro Woche habe es deshalb Krisengespräche der Planer mit den beteiligten Baufirmen gegeben, berichtete Harcke. „Wir mussten die Priorität auf den Straßenbahnbau legen. Da standen wir extrem unter Zeitdruck“, erklärte er.

Einige Arbeiten müssen deshalb auf das kommende Jahr verschoben werden. Der Umbau der Fahrbahn und Bürgersteige auf der Goethestraßenbrücke über die Leine zum Beispiel sollte eigentlich noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Das wird nun erst 2018 der Fall sein. Auch im Bereich Steintor kommt es zu Verzögerungen. Auch dort wird noch lange Baustelle sein. Der Bau des neuen Hochbahnsteigs dort war aber ohnehin erst für das kommende Jahr vorgesehen.

Der Posttunnel bleibt weiterhin für Autos und Busse gesperrt. Für Fußgänger und Radfahrer soll jedoch auf der Bahnhofsseite ein Weg eingerichtet werden. Das Steintor bleibt noch bis mindestens Ende Oktober dicht. Danach soll dort der Verkehr zumindest wieder stadtauswärts rollen.

Ab Mitte November sollen die Arbeiten mit Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft ohnehin ruhen. „Dann werden wieder so viele Verkehrsbeziehungen wie möglich zur Verfügung stehen“, versichert Infra-Chef Harcke. Weitergehen soll es dann voraussichtlich im März 2018.

Wegen der Schwierigkeiten im Untergrund und damit verbundener Mehrarbeit rechnet die Infra mit „leichten Kostensteigerungen“. Statt von den geplanten 48 Millionen Euro gehe man nun von 50 bis 55 Millionen Euro Kosten aus. Von einer Kostenexplosion könne aber „nicht die Rede“ sein.

„Wir sind froh, dass es nun oberirdisch wieder losgeht“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Die neue Strecke bringe „erhebliche Vorteile“ für die Fahrgäste mit sich – vor allem Barrierefreiheit am Raschplatz und am neuen Bahnsteig Rosenstraße vor der Ernst-August-Galerie. Mehr Komfort soll auch der Einsatz der TW 2000-Silberpfeile auf der Strecke bringen. Bisher wurden dort nur die Bahnen vom älteren Typ TW 6000 eingesetzt.

Von Christian Bohnenkamp


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