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BLEIBT HIER ALLES SO? Der
 Posttunnel wurde bislang 
immer im Zusammenhang mit 
der D-Linie genannt. Plötzlich 
ist das „noch etwas offen“.

BLEIBT HIER ALLES SO? Der
Posttunnel wurde bislang
immer im Zusammenhang mit
der D-Linie genannt. Plötzlich
ist das „noch etwas offen“.© Rainer Droese

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Verkehr

D-Linie: Wird gar keine neue Strecke gebraucht?

Wie rollen die Bahnen der Linie 10 künftig in die Innenstadt? Die SPD will die Diskussion eigentlich bis zur Landtagswahl am 20. Januar auf Eis legen – hinter den Kulissen ist aber Bewegung und es rumort.

Hannover. Bleibt die Streckenführung der Linie 10 am Ende so, wie sie jetzt ist – also mit Endpunkt am Aegi? Stadtbaurat Uwe Bodemann hat angedeutet, dass der Bau von Gleisen durch den Posttunnel „noch etwas offen ist“.

Die SPD-Fraktionen aus Region und Stadt versuchen gerade, sich über die Linie zu einigen. Die Stadt-SPD bezweifelt, dass es sinnvoll ist, die 10 im Fünf-Minuten-Takt und die 17 im Zehn-Minuten-Takt über die Kreuzung vor der Ernst-August-Galerie zu schicken.

Thomas Hermann, Bauexperte der SPD-Ratsfraktion, sagte gestern: „Wir werden uns erst positionieren, wenn wir alle Details zu allen Varianten kennen.“ Karlheinz Mönkeberg, Verkehrsexperte der Regionsfraktion, wollte sich ebenfalls nicht festlegen.

Hintergrund ist die Diskussion über die sogenannte Scheelhaase-Lösung. Der Ex-Üstra-Vorstand hat jetzt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das beweisen soll, dass eine Teilung der Linie möglich wäre. Die Üstra – und auch die hannoversche SPD – setzen auf die Scheelhaase-Lösung, so wäre oberirdisch weniger Bahnverkehr am Hauptbahnhof. Auf der Limmerstraße würden die Bahnen im Fünf-Minuten-Takt rollen (jetzt 7,5 Minuten). Ab Goethekreisel teilt sich aber die Strecke. Eine Bahn fährt oberirdisch in die City, die nächste über die Humboldtstraße in den Tunnel am Waterloo und zum Hauptbahnhof.

Üstra-Sprecher Udo Iwannek bestätigte der NP, dass ein Gutachten über die Tunnelkapazität bestellt wurde: „Wir wollen den Vorwurf vermeiden, eine von uns favorisierte Lösung mit geschätzten Zahlen zu belegen.“ Externe Experten sollen Sonderfälle mit besonders dichtem Bahnverkehr durchrechnen – etwa Fußballspiele.

Nach NP-Informationen kostet das Gutachten rund 40?000 Euro. In der Politik gibt es ein gewisses Erstaunen. Bislang hatten Üstra und Region stets betont, die Kapazität der Tunnel sei klar. Alle zwei Minuten könne eine Bahn rollen. Eine Forderung der CDU nach einem Stresstest wurde gerade als vollkommen unnötig zurückgewiesen.

Einen politischen Beschluss über das neue Gutachten gibt es nicht. Einige Politiker werten das Verhalten der Üstra-Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg deshalb sogar als ungehörige Eigenmächtigkeit. Ein kühler Kommentar in Richtung Üstra-Führung lautet: „Der Vorstand wurde jedenfalls bei der Kommunalwahl nicht gewählt ...“


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