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PROBLEMFALL: Im Bereich des Hauptbahnhofs sorgt die Stadtbahnlinie 10 immer wieder für Behinderungen. Bei der alternativen Tunnellösung würden dort nur noch halb so viele Bahnen halten.

PROBLEMFALL: Im Bereich des Hauptbahnhofs sorgt die Stadtbahnlinie 10 immer wieder für Behinderungen. Bei der alternativen Tunnellösung würden dort nur noch halb so viele Bahnen halten.

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D-Linie: SPD-Politiker will Umbau zwei Jahre stoppen

Offenbar verzögert sich die Entscheidung über den Neubau der Stadtbahnlinie 10. Vor der Landtagswahl im Januar dürfte es keinen Beschluss mehr geben.

Hannover. In der Politik gibt es eine breite Unzufriedenheit mit den Vorschlägen der Regionsverwaltung für den Neubau der Stadtbahnlinie 10. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Regionsfraktion, Karlheinz Mönkeberg, fordert jetzt eine Auszeit, um die Pläne grundsätzlich zu überdenken.

Mönkeberg betont, es handle sich um seine Privatmeinung, nicht um eine abgestimmte Fraktionsposition. Er schlägt vor, für zwei Jahre die sogenannte „Scheelhaase-Lösung“ zu testen, bevor über den Neubau der D-Linie entschieden wird.

Die bisherigen Pläne mit einer Strecke durch den Posttunnel und einem neuen Halt am Raschplatz sowie am Platz der Kaufleute nennt Mönkeberg „nicht die beste Lösung“. Es bestehe die Gefahr, über 60 Millionen Euro zu investieren, von denen nicht klar sei, „ob sie gut ausgegeben sind“.

Die „Scheelhaase-Lösung“ stammt vom Leiter des ehemaligen U-Bahn-Bauamtes. Klaus Scheelhaase hatte angeregt, auf der Limmerstraße künftig die Bahnen im Fünf-Minuten-Takt rollen zu lassen. Immer eine Bahn soll auf der bisherigen oberirdischen Strecke bleiben. Jede zweite solle ab Goethekreisel über die Humboldtstraße in den Tunnel am Waterloo fahren und von dort über das Kröpcke weiter bis zum Hauptbahnhof.

Damit gebe es auch aus Linden eine Möglichkeit, die behindertengerechten Tunnelstationen zu erreichen. Mönkeberg: „Und es kostet praktisch nichts.“ Zwei Jahre könnte getestet werden, ob Kunden die Änderung akzeptieren. Der SPD-Mann: „Die Entscheidung läge bei den Fahrgästen.“

Sollte sich die Änderung bewähren, könnte auch die vorhandene oberirdische Strecke in der City mit Hochbahnsteigen ausgerüstet werden. Durch die Teilung der Linie werde die Situation vor der Ernst-August-Galerie für Fußgänger verbessert, weil dort weniger Bahnen entlang müssten.

Auch CDU, FDP, Piraten, Linke und „Hannoveraner“ kritisieren die Pläne. Überwiegend Zustimmung kommt von den Grünen.

Unterdessen zeichnet sich ab, dass es wohl erst nach der Landtagswahl am 20. Januar eine Entscheidung zur Strecke geben wird. Gestern stand auf der Tagesordnung für den nächsten Verkehrsausschuss der Region nur eine Informa-tionsdrucksache der Verwaltung, kein Beschluss. Ursprünglich hatte sich Regionsverkehrsdezernent Ulf-Birger Franz noch für dieses Jahr eine politische Entscheidung gewünscht.


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