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UNGENUTZT: Die U-Bahn-Geisterstation unter dem Hauptbahnhof.

UNGENUTZT: Die U-Bahn-Geisterstation unter dem Hauptbahnhof.© Frank Wilde

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Verkehr

D-Linie: Dezernent sorgt für Verwirrung

Schon wieder sorgt Regions-Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz mit Zahlenspielen für Verwirrung.

Hannover. Bei einer Verkehrsdiskussion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung am Mittwoch verkündete er, dass die U-Bahn-Geisterstation unter dem Hauptbahnhof lediglich einen Wert von 150000 Euro habe. Das sorgte für Aufregung beim Publikum, denn schließlich erstreckt sich die riesige Station über mehrere Stockwerke. „Sie spielen hier mit falschen Zahlen“, warf Klaus Scheelhaase, der ehemalige Leiter des U-Bahn-Bauamtes, dem Verkehrsdezernenten vor. Unter dem Hauptbahnhof sei „eine zweistellige Millionenzahl verbuddelt“.

Franz versuchte offensichtlich mit dem niedrigen Wert von 150000 Euro , Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, die fordern, die heiß diskutierte D-Linie unterirdisch zum Hauptbahnhof zu führen. Sie wollen die kürzlich vorgestellten Pläne verhindern, die weiterhin eine oberirdische Führung der Stadtbahn vorsehen, und verweisen dabei auch auf die hohen Kosten, die in diesem Falle ohne Nutzen in die bisher ungenutzte Geisterstation investiert worden wären.

Gelogen hat Franz wohl nicht: Nach NP-Informationen wird die Geisterstation tatsächlich in den Büchern mit einem Wert von 150000 Euro geführt. Es muss allerdings berücksichtigt werden, dass es sich dabei nur um einen rein formalen Buchwert handelt. Von der ursprünglich getätigten Investitionssumme in Millionenhöhe mussten per Gesetz Jahr für Jahr Vermögensabschreibungen abgezogen werden, ohne dass sich der tatsächliche Wert merklich verringert hätte. Insider werfen Franz deshalb „Trickserei“ vor.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Verkehrsdezernent mit Zahlen für Irritationen sorgt. Bei der Vorstellung der aktuellen D-Linien-Pläne vor zwei Wochen hatte er zunächst verkündet, dass sich mit dem Konzept täglich 4800 neue Fahrgäste gewinnen ließen. Später war nur noch von 600 die Rede.

Deutlich wurde bei der Diskussion auch noch einmal, wie wenig die Üstra von den aktuellen Plänen zur D-Linie hält. Üstra-Chef André Neiß verkündete, dass er „Sympathie“ für einen Vorschlag des Stadtbahn-Experten Scheelhaase habe, der komplett auf einen Umbau der D-Linie in der als problematisch geltenden Kurt-Schumacher-Straße verzichten und die Bahnen stattdessen zum Teil durch den Tunnel unter dem Waterlooplatz zum Hauptbahnhof führen, zum Teil am Steintor enden lassen will. Region und Stadtverwaltung lehnen das mit Verweis auf schlechtere Verbindungen ab.


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