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Meine Stadt Cypress Hill – und Hannover ist high vor Glück
Hannover Meine Stadt Cypress Hill – und Hannover ist high vor Glück
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22:43 31.08.2017
GIBT GRAS: Cypress Hill auf der Gilde Parkbühne, und auch der eine oder andere Joint ward gesehen. Quelle: von Ditfurth
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Hannover

Cypress Hill haben Millionen Alben verkauft und dabei Millionen Joints gedreht und rappen nun schon seit 26 Jahren über Marihuana und alles, was damit zu tun hat: „Hits from the Bong“ –  der Rauchkolben aus Glas eben. Sen Dog und B-Real, der „GTA“- Star Julio G und Perkussionist Eric Bobo  stets groo­vend, wüst und rau, und im­mer kräftig pumpend, schicken sie ihre Beats über das weite Rund der Parkbühne. „Get ’em up“, „Hand on the Pump“ und „How I Could Just Kill a Man“ werden von Sen Dog und B-Real in die Mikrofone gebellt, die hannoverschen Fans feiern die Westküstenrapper, jeder singt mit – „You Can’t Stop the Hip Hop!“

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Hannover, 31.08.2017: Cypress Hill live auf der Gilde Parkbuehne. Foto: Philipp von Ditfurth

Ihre Mission für die Legalisierung von Marihuana brachte der Band auch ein weißes Publikum. Und auch auf der Gilde-Parkbühne ist die Stimmung vernebelt und entspannt, 5000 (ausverkauft!) Armpaare verwirbeln den Qualm. „Roll it up, Light it up, smoke it up“, die Parkbühne ist für den Vierer genau der richtige Ort, in einem Club wäre wohl jeder Besucher irgendwann „Insane in the Brain“. Seit Anbeginn kämpfen Cypress Hill für die Legalisierung weicher Rauchmittel, doch auch nüchtern ist ihr Auftritt ein unterhaltsamer Spaß. Düstere Bandenkriminalität ist nicht ihr Fach, B-Real mit seiner nasalen Stimme ist jedoch Kult.

Es wird heute fast nur auf Englisch gerappt, doch ihre Rhetorik besteht auch gerne aus Latin-Slang. „Wer ist gekommen, um mit Cy­press Hill high zu werden?“ Alle, selbst die, die gar nicht rauchen. Der Rest hat rote Klüsen. „I Wanna Get High“ heißt die musikalische Antwort der Band. Hier und da entzünden sich „Sportzigaretten“, einige schmunzeln selig vor sich hin, alle wackeln zu den Beats. Eigentlich Zeit, auch mal Sauerstoff zu atmen.

„Danke für eure Energie!“  – „Everybody Must Get Stoned“ bumst durch die Boxen. Grün wabert das Licht durch den Nebel auf der Bühne. An solch einen Erfolg hätten die Männer Anfang der 90er Jahre wohl nicht gedacht. Die Sonne ist schon länger weg, der Abendnebel braucht noch etwas Zeit, um sich zu lichten. „Kiffer-Hymnen“, volle Dröhnung, fette Beats und eine perfekte Show – so etwas hat Hannover lange nicht erlebt. schie

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