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Meine Stadt Contis Reifenära in Hannover ist beendet
Hannover Meine Stadt Contis Reifenära in Hannover ist beendet
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10:37 04.05.2010
Continental stellt in Hannover keine Reifen mehr her.
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VON CLAUDIA BREBACH

HANNOVER. Bis gestern Morgen bestand noch eine letzte Hoffnung: Conti hatte seit Jahresbeginn überlegt, weiterhin 500.000 Lkw-Reifen in Stöcken fertigen zu lassen. Damit ist es nach NP-Informationen endgültig vorbei – die letzten 210 Reifenbauer erhalten heute eine betriebsbedingte Kündigung.

Zum 1. Juni wechseln sie für ein Jahr in eine Qualifizierungsgesellschaft, um sich mit dem zusätzlichen Rüstzeug einen neuen Job suchen zu können.

Das Leben bei Conti ist damit für sie vorbei. Wie schon zuvor für rund 200 andere, die seit Anfang des Jahres mit Zusatzgeld und Abfindung gegangen waren. Seit der Conti-Ankündigung Mitte März 2009, den Reifenbau in Hannover komplett zu beenden, haben Betriebsräte um 783 Jobs in Stöcken gekämpft. Rund 370 Arbeiter konnten so anderswo im Konzern Stellen oder andere Alternativen finden.

Mit dem Aus für die Lkw-Reifen-Produktion ist der 2004 vom Konzern eingeläutete Niedergang der „Conti-Urproduktion“ in Hannover beendet. Damals verwarf der Konzern zunächst den Pkw-Reifenbau und verstrickte sich in einen langen Kampf um Perspektiven für die dortigen 374 Mitarbeiter. Erst zwei Jahre später kam es mit dem damaligen Management um Conti-Chef Manfred Wennemer zu einer Einigung über Sozialpläne. 190 Mitarbeiter fanden einen neuen Job im Lkw-Reifen-Bau, wo 2004 noch 1350 Menschen beschäftigt gewesen waren.

Jetzt macht der Konzern auch in diesem Werk das Licht aus. Teile der Produktionsanlagen baute das Unternehmen seit geraumer Zeit bereits ab – soweit sie nicht für eine begrenzte Wiederaufnahme der Fertigung notwendig gewesen wären.

Die letzten Kurzarbeiter hatten sich bis gestern an die letzte Hoffnung geklammert, dass sie mit anspringender Konjunktur vielleicht doch 500.000 Reifen pro Jahr bauen würden.

Solche Pläne waren noch einmal als Hoffnungsstreif am Horizont aufgetaucht. Die Industriegewerkschaft BCE und Betriebsräte hatten seit März 2009 versucht, für die Mitarbeiter herauszuholen, was sie konnten. Die Kurzarbeit kam ihnen als Überbrückungszeit so weit entgegen, dass nicht schon zum 1. Januar alle 783 Lkw-Reifen-Werker die Kündigung erhielten.

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