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SAUBERER SCHNITT: Hankook-Vize-Entwicklungschef MyeongHun Ahn eröffnet das neue Entwicklungszentrum in Hannover,hier eingerahmt von dessen LeiterStefan Fischer (rechts) und Inves-tor Klaus-Dieter Frederking.

SAUBERER SCHNITT: Hankook-Vize-Entwicklungschef Myeong Hun Ahn eröffnet das neue Entwicklungszentrum in Hannover, hier eingerahmt von dessen Leiter Stefan Fischer (rechts) und Investor Klaus-Dieter Frederking.© Frank Wilde

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Industrie

Contis Konkurrent gibt Gummi

Der koreanische Reifenkonzern Hankook ist auf Wachstumskurs – und hat jetzt in Hannover ein neues Entwicklungszentrum für Europa bezogen .

Hannover. Der koreanische Reifenkonzern Hankook ist zurück in Hannover: Hier, am Stammsitz von Conti, entwickelt er nun seine Reifen für Europa. Die vergangenen Jahre waren so erfolgreich, dass sein Domizil in Langenhagen zu klein wurde und er erneut wechseln musste. Dabei setzt der Konzern auf deutlich mehr Kapazität: Das neue „European Technical Center“ (ETC) bietet laut seinem Leiter Stefan Fischer (47) gut 70 Prozent mehr Bürofläche und ein um 40 Prozent auf 1430 Quadratmeter aufgestocktes Lager.

Hankook ist schon seit 1997 hier. Damals sollte eine Handvoll Leute bloß den Markt analysieren, damit die Zentrale in Korea „in die richtige Richtung steuert und die Reifen auf dem europäischen Markt bestehen“, erklärt Fischer. Später kamen die Fahrzeugversuche und - mit wachsendem Erfolg - weitere Aufgaben dazu.

Jeder Autobauer gibt vor, wie er sich die Bereifung für ein bestimmtes Modell vorstellt, wie es sich bei Nässe, Kälte, Glätte und Spritverbrauch verhalten soll - und so versuchen die Entwickler im ETC, einen solchen Reifen zu konstruieren (siehe Info rechts).

Entsprechend der Testerkenntnisse drehen die Tüftler in Hannover an einzelnen Komponenten - dann läuft die nächste Entwicklungsschleife. „Im besten Fall ist das in eineinhalb Jahren zu schaffen, bei einem komplexeren Projekt dauert die Entwicklung auch mal drei Jahre“, sagt Fischer. Und es reiche nicht, eine für die Größe X gefundene Mischung auf Größe Y zu übertragen: „Das funktioniert manchmal, aber eher sehr selten. Jede Komponente, die wir ändern, beeinflusst andere“. Unterm Strich sei alles eine Frage des Zusammenspiels „von Physik und Chemie“.

Eigentümer der ETC-Gebäude ist die „Heimstätten II GmbH“; sie hat gut fünf Millionen Euro investiert. Hankook hat sich alles von einem lokalen Architektenbüro „maßschneidern“ lassen und einen Mietvertrag über 15 Jahre unterschrieben; laut Fischer ein Bekenntnis zum Standort Hannover: Die Koreaner glaubten an weiteres Wachstum. Fischer rechnet mit „zwei bis drei neuen Arbeitsplätzen pro Jahr, alle im hochqualifizierten Bereich, überwiegend wohl Berufseinsteiger“. Tritt das ein, würde die neue Bürofläche noch gut zehn Jahre reichen: Aktuell sind es 45 Mitarbeiter, Platz ist nun für 75.

Zu Anfangszeiten wurden von Hankook auch einige Conti-Leute abgeworben - jetzt habe man schon lange keinen Mitarbeiter von dort mehr eingestellt. Das Verhältnis der weltweiten Nummer 7 zum Platzhirsch (Nummer 4) sei „sportliche Koexistenz“.


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