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Meine Stadt Conti bekommt einen neuen Nachbarn
Hannover Meine Stadt Conti bekommt einen neuen Nachbarn
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00:16 27.06.2016
PLAN: Die Fläche neben der Conti an der Vahrenwalder Straße, vor Reifenhändler Vergölst (eine Conti-Tochter) soll gemäß der Illustration bebaut werden. Ähnlich dem Kröpcke-Center, doch weniger „schießschartenartige Fenster“.
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Hannover

Baustart soll Anfang 2017 sein, Fertigstellung 2018. Das Vorhaben soll um 50 Millionen Euro kosten.

Immobilien-Entwickler ist die Gruppen-Firma List Retail Development in Oldenburg. Dort ist man stolz auf das Projekt und zitiert mit Wonne den hannoverschen Stadtbaurat Uwe Bodemann (SPD). Der schwelgt über das Objekt, welches sich „nahezu symbiotisch“ zu dem schon heute mit den Verwaltungs- und Produktionsgebäuden der Conti „prominent besetzten Auftakt der Vahrenwalder Straße“ füge. Er freue sich, dass die Architekten „einen Baukörper entwickelt haben, der sich im Hinblick auf seine Nutzung und seines architektonischen Ausdrucks im hohen Maße zukunftsorientiert und zugleich kongenial in seine bedeutende Nachbarschaft einfügt“.

Dietrich Küßner (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses im Stadtrat, erfährt erstmals durch die NP von dem Erscheinungsbild des geplanten Bauprojekts. „Das ist schon ein ganz schöner Hammer, ein richtig dicker Klotz, der den Raum dort voll einnimmt, den Platz bestimmt, ein Stadtteil bestimmender Baukörper ist - dagegen wirkt die Conti geradezu filigran.“ Er findet das Gebäude an sich nicht unschön, doch „muss man noch mal diskutieren, ob das so in dieser Art da hinpasst“. Eine etwas „aufgelockerte“ Bebauung, zumindest ein Gebäude „mit etwas Abstufungen, nicht einer Linie“ wäre ihm lieber, er wünsche sich etwas Grünfläche.

Etwa 200 Stellplätze sollen die Tiefgaragenebenen bieten, ein Drogeriemarkt und ein Lebensmittelhändler sollen die Hauptmieter sein. Es würden „zahlreiche innovative gastronomische Konzepte verwirklicht“, die oberen Etagen sollen Büros und Praxen beherbergen. Zu weiteren Fragen äußert sich List nicht konkret: Weder zur Bauart, zur Fassade, zu Gebäudemaßen noch zur Baugenehmigung - für letztere wurde eigens noch das Baurecht geändert, welches ein Büro- und Geschäftshaus auf dem gut 4600 Quadratmeter-Grundstück gegenüber dem Industriedenkmal „Conti AG“ bislang nicht erlaubte. Der Reifen- und Autoteilehersteller hat gerade beschlossen, seine Zentrale an die Pferdeturmkreuzung (Bult) zu legen, lässt dort bis ins Jahr 2020 für „einen hohen zweistelligen Millionenbetrag“ seinen neuen Konzernsitz bauen.

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