Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Congress Centrum hat Erfolg – und macht Miete teurer
Hannover Meine Stadt Congress Centrum hat Erfolg – und macht Miete teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:17 12.02.2018
Hannover, HCC Niedersachenhalle Glasfoyer; Wirtschaftsempfang der Landeshauptstadt, Joachim König, Andreas Hüttmann, Foto: Rainer Droese  Quelle: Rainer_Droese
Anzeige
Hannover

 Zwischen 4 und 20 Prozent steigen zum 1. Juli die Mietpreise im Hannover Congress Centrum. Zweieinhalb Jahre lieg die letzte Anhebung zurück. Wer im Roten-, Blauen- oder Bonatz-Saal feiern will, muss künftig 640 Euro zahlen. Eine Veranstaltung in der Kuppel kostet sogar 8300 Euro.

Wenn das Herzstück des Congress Centrums für eine Messe genutzt werden soll, muss der Veranstalter 11Euro überweisen. Sehr viel Aufwand und häufig Schäden, ist das Argument von Betriebsdirektor Joachim König.

Dem Werksausschuss hat König soeben die Veranstaltungserfolge präsentiert. zu 1293 Events (darunter auch die Fußballspiele in der HDI-Arena) kamen 1 331 174 Gäste. Die Raumbelegungsquote war bloß die sechstbeste innerhalb von zehn Jahren – aber das operative Ergebnis toppte mit 1,05 Millionen Euro alles.

Bemerkungen Königs zu Konzertveranstaltungen ließen FDP-Mann Patrick Döring aufhorchen. Der HCC-Chef warnte vor einer „Blase“: nie zuvor sei die Zahl der Veranstaltungen so groß gewesen (41), aber nie zuvor die durchschnittliche Zahl der Besucher so gering (1481). Ein Jahr zuvor hatte der Wert noch bei 1665 Besuchern und 33 Veranstaltungen gelegen.

Döring fragt sich, ob der eventuelle Bau eines Konzertsaales auf dem Flohmarktplatz (von OB Stefan Schostok im NP-Interview als Beitrag für die Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 ins Spiel gebracht) da der richtige Weg sei. Auch in der Kulturszene wird das durchaus kontrovers diskutiert.

Kunstfestspiel-Intendant Ingo Metzmacher plädierte es nicht einfach anderen Kommunen nachzuahmen, sondern ganz andere Wege zu gehen. „Viele Städte haben neue Konzertsäle“, sagte Metzmacher. Wenn man auf der Suche nach einem weit ausstrahlenden Projekt für die Kulturhauptstadtbewerbung sei, solle man lieber ein Haus schaffen, das allen Kunstformen offenstünde.

Auf eine Diskussion darüber ließ sich König im Ausschuss nicht ein. Solange gut besuchte Konzertveranstaltungen weiterhin in der Kuppel oder in anderen HCC-Sälen stattfinden, sieht er kein Problem.

Von Vera König

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige