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Meine Stadt Chor.com: Hannover vier Tage lang das Zentrum der Chorszene
Hannover Meine Stadt Chor.com: Hannover vier Tage lang das Zentrum der Chorszene
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17:44 21.02.2018
Pressekonferenz zur chor.com 2019 in Hannover: Sabine Schormann (Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung), Dr. Henning Scherf (Präsident des Deutschen Chorverbandes), OB Stefan Schostok, Lavinia Franke (Generalsekretärin Stiftung Niedersachsen), Björn Thümler (CDU, Niedersächsischer Wissenschaftsminister), Moritz Puschke (künstlerischer Leiter des Chors).  Quelle: Samantha Franson
HANNOVER

 Mit der chor.com wird ab Spätsommer 2019 Hannover im Zentrum der bundesdeutschen Chorszene stehen – für OB Stefan Schostok ein weiterer Meilenstein für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025.

Der Fachkongress bietet einen Dreiklang aus Workshops, Konzerten und einem offenen Forum. Seit 2011 zieht die Veranstaltung im Zwei-Jahres-Rhythmus bislang in Dortmund mehr als 2000 Chorprofis aus ganz Deutschland an. Die Experten erarbeiten sich vier Tage lang in mehr als 170 Workshops neue Perspektiven.

„Der Kirchenmusiker wird vielleicht zum ersten Mal Erfahrungen mit Beatboxing machen“, erklärte der künstlerische Leiter Moritz Puschke am Mittwoch bei der Vorstellung des Projekts. Auf der chor.com würden sich die Macherinnen und Macher der deutschen Chorszene treffen. „Wenn wir die mit neuen Ideen erwischen, fangen die gleich an, das in ihren Chören umzusetzen.“

Auch der Präsident des Deutschen Chorverbands, der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf, sieht in der chor.com eine Chance vor allem auch für Chorleiter, neue Entdeckungen zu machen, über den bisherigen Horizont hinauszugehen. „Die Chorbewegung lebt von guten Chorleitern“, betonte er.

Der Branchentreff soll daher ausstrahlen, in die Breite aber auch ins flache Land. Das zumindest erhofft sich auch Kulturminister Björn Thümler, selbst Mitglied in einem von der Altersstruktur eher problematischen Männergesangverein. „Wir brauchen für den Chorgesang überall in der Fläche Impulse“, sagte er. Und betonte: „Chorsingen ist einfach cool, singen ist sexy.“ Das Land unterstützt die Veranstaltung im Rahmen der Initiative Musikland Niedersaschen.

Das Hannover die chor.com von Dortmund an die Leine holen konnte, hat verschiedene Gründe. Ganz wichtig sei die beispiellose Vernetzung der musikalischen Akteure in der Stadt, so OB Schostok. Und auch die Einbindung der Musikhochschule. „Eine vitale Hochschule im Kreuz, das hatten wir in Dortmund nicht“, sagte Scherf. Letztlich spielten aber wohl auch finanzielle Gründe eine Rolle. Die Veranstaltung dürfte rund 800 000 Euro kosten, deren Finanzierung in Hannover durch Stadt, Land und Bund leichter zu sichern scheint, die jeweils 200 000 Euro beisteuern wollen.

Ein weiterer Vorteil ist der Status Hannovers als Unesco City of Music. „Damit können wir die Veranstaltung auf ein internationales Niveau heben“, so Schostok, „indem wir die anderen Unesco-Citys aufmerksam machen.“

Natürlich bietet die chor.com auch vieles für das breite Publikum: Rund 30 Konzerte unter anderem in Kirchen aber auch im Pavillon sind angekündigt. Und im kostenlosen Forum wird es neben Diskussionen und Präsentationen auch Schnuppermöglichkeiten für Amateure und Noch-Nicht-Sänger in Form von Offenen Singen geben.

Die chor.com steigt vom 12. bis 15. September 2019. Workshops und Forum finden im Congress-Centrum statt, die Konzerte über das Stadtgebiet verteilt.

Von Andreas Krasselt

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