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Meine Stadt Chaos nach Wintereinbruch
Hannover Meine Stadt Chaos nach Wintereinbruch
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13:49 25.11.2008
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„Es ist brechend voll bei uns“, sagte am Sonntag Sibylle Sefner, die Besitzerin des Sporthotels Brockenblick in Torfhaus (Kreis Goslar). „Wir hoffen, dass der Winter bleibt.“ Allerdings war der Brocken in Nebel gehüllt. Die Schneehöhe auf Norddeutschlands höchstem Berg betrug nach Angaben der dortigen Wetterwarte 37 Zentimeter. Während im Harz die Straßen trocken waren, mussten die Autofahrer in anderen Landesteilen mit Blitzeis zurechtkommen. Bei vielen Unfällen kam es zu Leicht- und Schwerverletzten.

In Elsfleth (Kreis Wesermarsch) verletzte sich am frühen Sonntagmorgen eine 19-Jährige lebensgefährlich, als sie mit ihrem Auto wegen Reifglätte von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in ein Krankenhaus. Bei Osnabrück blockierte ein umgestürzter Lastwagen am Sonntag über Stunden die Autobahn 1 in Richtung Süden. Wegen der Bergungsarbeiten musste die Fahrbahn ab der Anschlussstelle Osnabrück-Nord in Richtung Ruhrgebiet gesperrt werden. Der mit Schweinehälften beladene Lastwagen krachte wegen Eisglätte in ein Polizeiauto und ein weiteres Fahrzeug, das bereits zuvor in einen Glatteisunfall verwickelt war. Wie durch ein Wunder seien nur die Insassen des Lastwagens leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher.

Auf einer Brücke der Autobahn 30 (Hannover-Rheine) bei Bissendorf (Kreis Osnabrück) verlor am Sonntagmorgen eine 21 Jahre alte Autofahrerin auf spiegelglatter Fahrbahn die Kontrolle über ihr Auto. Sie stellte sich quer zur Fahrbahn, zwei weitere Fahrzeuge prallten in den Wagen, eine vierte Autofahrerin rutschte in die Leitplanke. Niemand wurde verletzt, der Sachschaden betrug laut Polizei 56 500 Euro.

Die Polizei in Göttingen zählte von Freitagabend bis Sonntagvormittag 55 Verkehrsunfälle. Dabei seien acht Menschen verletzt worden, drei davon schwer. In der Region Hannover kam es in diesem Zeitraum zu 52 glättebedingten Unfällen mit zwölf meist leicht verletzten Personen. Die Einsatzstelle in Hannover registrierte darüber hinaus auch neun Sturmschäden. In drei Fällen seien Autos durch umgestürzte Verkehrszeichen beschädigt worden, sechsmal fielen Bäume um. Die Polizeidirektion Oldenburg zählte am Samstagvormittag rund 80 Unfälle, die meist glimpflich ausgegangen waren.

Bereits am späten Freitagabend kam auf der Autobahn 2 bei Königslutter (Kreis Helmstedt) eine 45 Jahre alte Frau ums Leben. Laut Polizei war sie mit überhöhter Geschwindigkeit auf einen Streuwagen des Winterdienstes aufgefahren. Ebenfalls am Freitagabend wurde ein 16 Jahre alter Jugendlicher bei Hodenhagen (Kreis Soltau-Fallingbostel) schwer verletzt. Er war Beifahrer in einem Auto, das wegen Schneeglätte und zu hoher Geschwindigkeit gegen ein Trafohäuschen geprallt war.

Am Samstag mussten die Bahnkunden Verspätungen und Zugausfälle hinnehmen. Der Verkehr auf der Strecke Bremen-Hannover musste kurzfristig unterbrochen werden, weil unter der Schneelast ein Baum auf eine Oberleitung zu stürzen drohte. Die Züge der NordWestBahn hatten im Weser-Ems-Gebiet und im Raum Holzminden bis zu 65 Minuten Verspätung. Nach Angaben der Deutschen Bahn AG in Hannover hatte sich die Lage am Sonntag wieder normalisiert.

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