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Meine Stadt Cebit: Ein bisschen Spaß darf sein
Hannover Meine Stadt Cebit: Ein bisschen Spaß darf sein
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17:50 17.05.2018
Die neue CEBIT steht: Ein Logo vor dem Rathaus verweist auf eine Pressekonferenz im Innern. Quelle: Foto: Deutsche Messe
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Wenn in knapp vier Wochen die Cebit in Hannover startet, wird sie nicht wiederzuerkennen sein. Mit Festivalkonzept auf dem Messegelände und einer Abschlussparty auf dem Kröpcke verändert sie ihren Charakter. Lutz Labs vom Fachblatt „c’t“ gibt im NP-Interview eine Einschätzung.

Die Cebit wird zum Festival – kann das funktionieren?

Das kann klappen. Die Hoffnung dahinter ist, dass sich mehr jüngere Menschen über die Cebit bewegen und diese damit auch den Nachwuchssorgen der Branche gerecht wird.

Jahrelang hatte die Cebit kaum Interesse an den Konsumenten. War das ein Fehler?

Ich bin mir nicht sicher. Messen wandeln sich, man siehe etwa die Konkurrenz „South by Southwest“ in Texas, das als reines Musik-Festival begann. Die Cebit ist ohnehin schon lange keine Neuheiten-Schau mehr, die großen News werden abseits solcher Messen verkündet.

Mit dem neuen Konzept stößt die Cebit auch auf neue Konkurrenz. Ist sie damit zu spät dran?

Ich denke nicht, dass die Cebit zu spät ist. Die Entwicklung hört ja zudem nicht auf. Man darf nicht vergessen: Da gehen jährlich mehr als 200 000 Besucher hin, um ihr Business zu erledigen und ein bisschen unterhalten zu werden. In dieser Breite bieten das nur wenige andere Messen, die meisten haben sich sehr spezialisiert, etwa der Mobile World Con-gress zum Thema Mobilfunk. In der Marketingsprache würde man sagen: Die Cebit hat ihren ,USP’, ihr Alleinstellungsmerkmal. Übrigens: Ich finde das Messegelände in Hannover im internationalen Vergleich wirklich gelungen.

Die Cebit 2018

Die Cebit geht mit neuen Themen, neuen Formaten und einem neuen Termin erstmals im Frühsommer (11. bis 15 Juni) an den Start. Die gesamte Messe wird auf dem Gelände in neue Hallen umziehen, im Zentrum des neuen Konzepts steht eine Art Campus unter dem Expo-Dach mit Street-Food-Ständen, Vorführungen und Konzerten. Am Kröpcke startet schon am 10. Juni eine Messe-Lounge mit Talkshows und Livestreams vom Messegelände.

Zur Eröffnung der „Welcome Night“ werden neben Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) beispielsweise EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel, IBM-Chefin Ginni Rometty und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird aus terminlichen Gründen diesmal nicht dabei sein.

Aber was hat die Deutsche Messe davon, wenn Hannover auf ihrem Gelände eine Party feiert? Zählen am Ende nicht die Geschäftsabschlüsse, die Eintrittsgelder?

Man muss bedenken, dass die Cebit diesmal keine Freikarten herausgeben wird. Schon jetzt sollen mehr Tickets verkauft worden sein als nach Ende der letzten Cebit. Vielleicht ist die Ausstellungsfläche etwas kleiner geworden, vielleicht gibt es erstmal ein Minus. Aber der Branchenverband Bitkom hat schon dafür plädiert, dem neuen Konzept etwas Zeit zu geben.

Hat nun der latente Cebit-Spott außerhalb von Hannover endlich ein Ende?

Wir sehen auch bei Beiträgen auf unserer Seite, dass vieles davon schlicht Hannover-Bashing ist. Insofern: Nein, es wird nicht aufhören (lacht).

Ein Blick auf die Teilnehmerliste. Es sind viele namhafte Firmen dabei. Ein Statement?

Das ist es. Einige Firmen wie Ricoh oder Oracle sind sogar nach einer Auszeit wieder dabei. AVM baut einen zusätzlichen Stand auf dem Freigelände, da wird das Festival-Konzept gleich umgesetzt.

Haben Sie schon etwas – außer vielleicht den Stand Ihres Heise-Verlages – gesehen, weshalb man unbedingt zur Cebit sollte?

Es scheint wirklich so zu sein, dass einige Unternehmen das neue Konzept ernst nehmen. Das ist ein Signal, da wird Geld in die Hand genommen, um Spaß zu entwickeln. Ich finde die Preise für die Abendtickets auch sehr moderat, auch finde ich gut, dass sie ab 17 Uhr gelten. So können Konzertbesucher noch zwei Stunden durch die Hallen gehen.

Von Fabian Mast

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