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ES WURDE KUSCHELIG: Zwei Bernhardiner geleiteten die Eröffnungsredner Stephan Weil, Johann Schneider-Ammann, Sigmar Gabriel und Johanna Wanka (von links) auf die Bühne in Halle 9.

ES WURDE KUSCHELIG: Zwei Bernhardiner geleiteten die Eröffnungsredner Stephan Weil, Johann Schneider-Ammann, Sigmar Gabriel und Johanna Wanka (von links) auf die Bühne in Halle 9.© Ole Spata

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Messe

CeBIT-Eröffnung: Für ein Europa ohne Grenzen

Die Messe hatte eine völlig neue Eröffnungsfeier zur diesjährigen Cebit versprochen und das lösten am Montagabend in Halle 9 vor allem die Redner ein: Noch nie war eine Eröffnung der hannoverschen IT-Show so politisch.

Hannover. Nahezu alle Redner beschworen für Europa mehr Einigkeit, weniger Nationalismus und engstirniges Denken.

Der Präsident des Gastlandes Schweiz, Johann Schneider-Ammann, erinnerte dabei an den Zukunftsoptimismus, der die Menschen noch bis durch die 1970er Jahre getragen habe. Erst heute sei nach vielen Jahren des Technik-Pessimismus die Faszination wieder da, deshalb müsse Europa dafür sorgen, dass die neuen Technologien auch bei allen Menschen ankämen. Dazu seien die drei Eckpfeiler Freiheit, Sicherheit und Wissen unabdingbar. „Pioniergeist und Vernunft müssen sich die Hand geben“, so der Industrielle, der 25 Jahre als Chef des Schweizer Unternehmens Amman im niedersächsischen Alfeld gelebt hat. „Geografische Grenzen verschwinden auf dem digitalen Globus“, betonte er zuversichtlich.

Thorsten Dirks, Präsident des deutschen IT-Branchenverbandes Bitkom, machte sich große Sorgen um die „Fliehkräfte“, die Europa derzeit durch Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit in eine Zerreißprobe drängten. „Diesen Fliehkräften müssen wir gemeinsam widerstehen“, appellierte er an die 2000 Zuhörer aus Wirtschaft und Politik. Um den zu erwartenden wirtschaftlichen Komplettumbau der Gesellschaften zu bewältigen sei eine gemeinsame große Anstrengung notwendig.

Ein flammendes Plädoyer für eine europäische Strukturierung und Regelung des Weges in die digitale Zukunft hielt EU-Kommissar Günther Oettinger. Er warnte vor Kleinstaaterei und forderte das Ende von 28 mal verschiedenen Datenschutzgesetzen, getrennten Ausbaustrategien für die Datenautobahnen und Sicherheitsstrategien. „Die EU ruht bislang auf vier Säulen: Sie ist eine Friedensunion, eine Wertegemeinschaft, eine Währungsunion und ein Binnenmarkt - aber wir haben noch keinen digitalen Binnenmarkt.“

Oettinger verwies darauf, dass die für den wirtschaftlichen Fortschritt notwendige Vernetzung in Europa nur funktioniere, wenn alle - einschließlich der Schweiz - gemeinsam handelten. Selbst autonomes Fahren sei künftig nur möglich, wenn man dabei nicht plötzlich in ein grenzüberschreitendes Funkloch gerate. Vizekanzler Sigmar Gabriel betonte, Europa solle vor dem Wettbewerb mit den USA und Asien keine Angst haben, sondern sich auf die Vision von einer gelungenen Lebensgemeinschaft konzentrieren.


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