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Meine Stadt Canarisweg in Hannover: Land soll eingreifen
Hannover Meine Stadt Canarisweg in Hannover: Land soll eingreifen
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12:35 13.05.2017
Canarisweg: Kinder dürfen nicht mehr auf den Spielplatz.  Quelle: Foto: Heusel
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Hannover

 Mehr Lehrer, mehr Sozialarbeiter – die Landesregierung soll am Mühlenberg eingreifen. Das fordert die CDU-Landtagsfraktion.

Die Zustände sollen am Dienstag sogar Thema im Landtag werden, die CDU hat den Punkt „,Pädagogischer Notstand’ in Teilen der Landeshauptstadt?“ auf die Tagesordnung gesetzt.

Fraktionschef Björn Thümler forderte, das Land müsse am Mühlenberg und bei anderen Brennpunkten im Land mehr Personal für Schulen und Kindertagesstätten bereitstellen, um sich um die Kinder zu kümmern. Mit Blick auf Anwohner, die am Canarisweg Müll aus dem Fenster werfen, sagte Thümler: „Man muss dafür sorgen, dass die Nachbarn das nicht mehr tun, statt die Kinder einzuzäunen.“

Thümler regte ein Gesetz an, das Mitarbeitern der Stadt erlauben würde, Wohnungen zu betreten, um sich ein Bild von möglichen Missständen zu machen. Außerdem müsse das Land über eine Wohnsitzauflage nachdenken, um zu verhindern, dass sich in Kommunen etwa durch den verstärkten Zuzug von Flüchtlingen Ghettos bildeten.

Das Thema Mühlenberg ist für die CDU politisch auch deshalb interessant, weil sowohl auf Landesebene als auch in Hannover selbst SPD und Grüne für Schulen und Kitas verantwortlich sind. Die Spitze der SPD-Landtagsfraktion zeigte sich überrascht, dass der Canarisweg im Landtag behandelt werden soll.

Anfang April hatte die Stadt mit einem Drei-Punkte-Plan auf die Missstände in der Kita reagiert. Wochen zuvor musste das Außengelände aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Mehrfach hatten Anwohner des Hochhauskomplexes, in dessen Untergeschoss die Kita sitzt, Gegenstände von ihren Balkonen geworfen.

Am Donnerstagabend wollte die SPD-Fraktion in der Bezirksratssitzung wissen, ob die erste Maßnahme, die schnelle Suche nach einer anderen Außenfläche zum Spielen für die Kinder, bereits erfolgt sei. Bis Ende dieses Monats soll die öffentliche Spielfläche im Innenhof des Hochhauskomplexes als alternative Spielfläche eingezäunt werden. „Man bemüht sich, schnell Abhilfe zu schaffen. Aber das geht eben auch immer nur im Rahmen des Machbaren“, hieß es aus der Verwaltung.

Von B. Lüers und D. Altwig

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