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Meine Stadt Keine Visionen: CDU fordert neues Bauprogramm für Hannover
Hannover Meine Stadt Keine Visionen: CDU fordert neues Bauprogramm für Hannover
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18:04 07.08.2018
Im Fokus: Der Waterloo-Platz. Die CDU kann sich einen Umbau vorstellen, inklusive Wohnbebauung in Randbereichen. Ein Projekt, das Teil eines neuen Stadtdialogs sein könnte, den die Fraktion fordert. Derzeit stehen dort eine Kita und ein Flüchtlingsheim. Quelle: Jan Philipp Eberstein
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Hannover

Der Klagesmarkt ist lange fertig, die Arbeiten auf dem Marstall sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden. Und aus dem Hohen Ufer ist eine schicke Promenade geworden. Alles Projekte, die aus dem Stadtdialog „Hannover City 2020+“ entstanden sind. Für die CDU ist es höchste Zeit, erneut den Blick nach vorne zu richten. Sie fordert einen Nachfolger für das Programm.

„City 2020 ist weitgehend abgearbeitet. Es fehlen Visionen für die Zukunft“, kritisiert Felix Semper, baupolitischer Sprecher der CDU. In den Ergebnissen, die die von Oberbürgermeister Stefan Schostok angestoßene Bürgerbeteiligung „Hannover 2030“ hervorgebracht hat, kann er diese nicht erkennen. „Da ist nichts Konkretes bei herumgekommen. Das war vor allem Selbstbeweihräucherung“, sagt der CDU-Mann.

CDU schlägt Neubauten am Waterloo-Platz und Maschsee vor

Semper will den Blick über die Innenstadt hinaus richten. Er kann sich zum Beispiel vorstellen, den Waterloo-Platz neu zu gestalten und in diesem Bereich Wohnungen zu bauen. Auch den Verzicht auf Fahrspuren der angrenzenden Lavesallee will Semper diskutieren. Im Nordbereich des Maschsees kann er sich ebenfalls Bebauung vorstellen.

„Wir müssen vor allem das Wasser in Hannover erlebbarer machen, auch an der Ihme und der Leine“, fordert Semper, der außerdem für „unschöne Ecken“ wie den Braunschweiger Platz, die Kreuzung Marienstraße/Berliner Allee sowie den Klingerplatz in Groß-Buchholz neue Ideen sammeln will. „Es gibt auch außerhalb der Innenstadt viel zu tun“, erklärt der CDU-Bauexperte.

SPD sieht keinen Bedarf für neues Programm

Das sieht auch die SPD so. Aus ihrer Sicht braucht es dazu allerdings kein neues Programm. „Gerade der Bürgerdialog ,Hannover 2030’ hat zahlreiche eindeutige Projekte für die Stadtentwicklung hervorgebracht“, sagt Lars Kelich, baupolitischer Sprecher der SPD. „Dass die CDU sich daran kaum beteiligt hat, ist ja ihre eigene Schuld“, fügt er hinzu. Die Kritik, dass es keine Visionen gebe? „Eine Luftnummer“, findet Kelich. Zu tun gebe es genug. „Den Verkehrsraum der Zukunft gestalten“ zum Beispiel. Zudem sei „die Schaffung von Wohnraum ein Dauerthema“.

Grünen-Bauexpertin Elisabeth Clausen-Muradian will erst einmal „konkret die Sachen abarbeiten“, die schon diskutiert werden. „Vor allem am Mobilitätskonzept“ müsse weiter gearbeitet, die Verteilung des Straßenraums neu organisiert werden.

FDP offen für Vorschlag der CDU

Offen für den Vorschlag der CDU zeigt sich FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. „Wir müssten tatsächlich jetzt schon anfangen für die nächsten zehn bis zwölf Jahre weiterzudenken“, fordert er. Das sei allerdings nicht nur Sache der Bauverwaltung. „Wir müssen alle Dezernate beteiligen. Es geht auch um die Gestaltung der Grünflächen, und man könnte das auch mit der Kulturhauptstadtbewerbung verbinden“, schlägt Engelke vor. Allerdings koste so ein Programm Geld. „Das muss man im Haushalt berücksichtigen“, so der FDP-Mann.

Von Christian Bohnenkamp

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