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Meine Stadt CDU ist willig - SPD will Zeit
Hannover Meine Stadt CDU ist willig - SPD will Zeit
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00:16 29.09.2016
WER HAT HIER IN ZUKUNFT DAS SAGEN? Der Ratssaal im Neuen Rathaus ist bereit für die neuen Machtverhältnisse – doch wie werden die aussehen? Die SPD hält sich alle Optionen offen und wird von allen Seiten umworben. Foto: Hagemann Quelle: insa catherine hagemann
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Hannover

Dirk Toepffer klang durchaus ein wenig feierlich. „Wir sind bereit“, sagte er gestern Abend der NP - und meinte damit die Koalitionsverhandlungen mit der SPD. Der CDU-Kreisverbandschef: „Jetzt liegt der Ball bei den Sozialdemokraten.“

Doch die Braut ziert sich noch ein wenig. „Wir entscheiden diese Woche, Freitagmittag müssten wir es wissen“, erklärte Alptekin Kirci, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes. Abgeneigt scheinen die Sozialdemokraten aber nach diesen ersten Sondierungsgesprächen am Nachmittag nicht zu sein. Kirci: „Es waren gute und konstruktive Gespräche mit der CDU in einer wirklich guten Atmosphäre.“

Dass der Koalitionspoker noch nicht beendet ist und eine hannoversche Groko ausgemacht, liegt womöglich am Entgegenkommen der kleineren Fraktionen. Eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken galt in der Stadt bisher als ausgeschlossen. Am gestrigen Nachmittag waren jedoch offenere Töne zu hören - jedenfalls von den Grünen, die bei einer großen Koalition außen vor wären. „Wir wollten wissen, ob die Linken wirklich an Regierungsarbeit interessiert sind. Das scheint der Fall zu sein“, sagte Freya Markowis, Fraktionschefin der Grünen, nach dem gemeinsamen Gespräch mit SPD und Linken. Am Nachmittag konnte sie sich eine Fortsetzung der Gespräche über Rot-Rot-Grün, aber auch über eine Ampel mit der FDP vorstellen. „Es hängt an der SPD“, erklärte Markowis.

Auch Linken-Kreisverbands-chef Johannes Drücker machte nach dem Treffen deutlich, dass seine Partei „für weitere Gespräche zur Verfügung“ stehe. Ziel sei weiterhin ein „Politikwechsel in Hannover“. Die Linke halte aber „an ihren programmatischen Schwerpunkten fest“. Im Wahlkampf hatte sie sich unter anderem dafür eingesetzt, dass die Stadt pro Jahr 100 Millionen Euro in den Bau neuer Wohnungen investieren solle. Auch eine Bebauung des Steintorplatzes lehnt die Linke strikt ab. Das gilt auch für die FDP, die zuvor deutlich gemacht hatte, dass die „Tür nicht zu“ sei für eine Ampelkoalition.

Die Steintorplatzbebauung werde ein „schwieriges Thema“, so Toepffer. Wird seine Partei hart bleiben? „Das bleiben wir. Aber wir sind Profis genug, um zu wissen, dass Härte verschiedene Grade haben kann.“

Christian Bohnenkamp, Petra Rückerl, Andreas Voigt

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