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Meine Stadt Bundesjugendballett tanzt mit Förderschülern
Hannover Meine Stadt Bundesjugendballett tanzt mit Förderschülern
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18:25 10.01.2019
Gemeinsamer Workshop: Die Schüler üben mit den Profitänzern vom Bundesjugendballett einen Gruppentanz. Quelle: Foto: Frankenberg
Hannover

Bunte Kostüme, ruhige Pianoklänge und sanfte Berührungen: Schüler der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule durften am Donnerstag einen ganz besonderen Workshop erleben – acht Profis des Bundesjugendballets kamen nach Hannover, um mit den Schülern in einem Zauberwald zu tanzen, Schmetterlinge zu fangen und Blumen zu pflücken.

Für die 13 Schüler der Förderschule in Groß Buchholz hat das Tanzen eine ganz besondere Bedeutung: „Es geht um Partizipation und Integration. Tanz ist ein Ausdrucksmittel und vor allem bei Kindern werden dadurch Barrieren gebrochen“, erklärt Yohann Stegli, organisatorischer Leiter des Bundesjugendballets.

Schüler wachsen über sich hinaus

Mit den Profis haben die Schüler einen Gruppentanz einstudiert und präsentierten ihn später den anderen Schülern und Eltern. „In der Geschichte geht es um einen Zauberwald, in dem merkwürdige Dinge passieren“, erklärt Tänzerin Ida Stempelmann. „Doch am Ende werden alle verzaubert und kommen freudig aus dem Wald heraus.“

Almut Püschel, Leiterin der schulischen Ballett-AG, erkennt ihre 14 bis 18-jährigen Schüler während der Proben kaum wieder: „Sie wachsen über sich hinaus und spüren die Liebe zum Tanz.“ Besonders auffällig: „Sie sind extrem konzentriert und sehr diszipliniert dabei. Ich merke immer wieder, dass die Schüler eine ganz andere Haltung einnehmen und es ihr Selbstbewusstsein stärkt.“

Auch für Profis etwas besonderes

Schülerin Tamara ist begeistert: „Tanzen macht mir sehr viel Spaß, damit kann ich meine Gefühle gut ausdrücken.“ Schon früher hat die 15-Jährige neun Jahre lang Ballett getanzt. „Mit den Profitänzern ist es ungewohnt, aber auch sehr schön.“ Für den 14-Jährigen Velat sind die Bewegungen noch neu, er ist erst seit kurzem in der Ballett-AG. „Der Workshop war trotzdem toll. Ich fühle mich jetzt total entspannt.“

Auch für die Profis ist ein solcher Workshop immer wieder etwas besonderes. „Für mich war es heute ein sehr bereicherndes Erlebnis. Es ist toll, die Freude bei den Schülern zu sehen“, sagt Stempelmann. „Sie waren sehr offen und hatten Lust, da sind schnell die Hemmungen gefallen.“

Die 18-Jährige hat, wie alle anderen Profis, ihre Tanzausbildung abgeschlossen und wurde anschließend in das Bundesjugendballett aufgenommen. Jährlich bewerben sich rund 150 Leute zwischen 18 und 21 Jahren aus der ganzen Welt für einen der acht begehrten Plätze. Die Tänzer der aktuelle Spielzeit kommen aus Deutschland, Japan, Argentinien, Brasilien, Australien und der Ukraine. Während ihres Engagement über zwei Jahre reisen sie für Auftritte und Workshops durch die ganze Republik.

Von Cecelia Spohn

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