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Städtebau

Bund fördert Ihme-Zentrum mit zwei Millionen

Wie wichtig eine Revitalisierung des Ihme-Zentrums für die Stadt Hannover ist, hat sich inzwischen auch in Berlin herumgesprochen. Der Bund fördert einen Teil der Sanierung mit zwei Millionen Euro. Dafür geworben hatte vor allem OB Stefan Schostok.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks berichtete gestern, das Geld für das Ihme-Zentrum sei für eines von 24 Vorhaben, die als „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert würden. Der Bau, der in großen Teilen Investor Amir Dayan gehört, sei eine „monumentale Hinterlassenschaft des Städtebaus der 60er und 70er Jahre“.

90 Projektvorschläge mit einem Förderbedarf von 316 Millionen Euro waren beim Bund eingegangen. Die zwei Millionen fürs Ihme-Zentrum sind bestimmt für die bessere „Durchwegung des Erdgeschosses“. Geplant ist, einen Fuß- und Radweg von der Ida-Ahrenhold-Brücke in den Stadtteil zu bauen und ein stadtteilbezogenes Raumangebot zu schaffen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 5,3 Millionen Euro – rund fünf Millionen für den Bau und 300 000 Euro für den Beteiligungsprozess. Ein Drittel trägt die Stadt.

Den Antrag der Stadt hatte das Land unterstützt. Die Jury fand aber auch wichtig, „wie sich Bürger aktiv in die Projekte einbringen“. Das leistet etwa die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum.

Ein „erster wichtiger Schritt zur Revitalisierung“, sagt Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn (SPD) zu der Mittelzusage. „Damit wird die Realisierung von kreativen Nutzungsmöglichkeiten und baulichen Verbesserungen denkbar“, so die Landtagsabgeordnete Thela Wernstedt (SPD). „Das ist einfach genial“, findet Elisabeth Clausen-Muradian, Bau-Sprecherin der Grünen. SPD-Ratsfrontfrau Christine Kastning lobt den OB. Er kämpfe darum, „das schwierige Gebäudeensemble wieder in Schuss bringen zu lassen“.

Das wird dauern. Zunächst muss Dayan – oder genauer: sein Immobilien-Ableger Intown – bei der Stadt einen Fassadenumbau beantragen. Der israelische Investor hat zwei Architektenbüros beauftragt – Schulze und Partner für die Fassadengestaltung sowie die Düsseldorfer RKW für die Gewerbeflächen.

Constantin Alexander von der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum beklagt, Intown lehne bisher jedes Gespräch ab. Auch die Stadt müsse Bürgerbeteiligung bei diesem Projekt ernster nehmen.


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