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Meine Stadt Steintor: Pläne sollen jetzt konkret werden
Hannover Meine Stadt Steintor: Pläne sollen jetzt konkret werden
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17:05 03.02.2019
Grün und Wasser: Diese Idee sieht Pflanzen, Bänke und einen Teich für den Steintor-Platz vor. Quelle: Wilde
Hannover

Nach langem Streit, Ideensuche mit Bürgerbeteiligung auf dem Platz und Diskussionen soll es nun konkret werden in Sachen Steintor. Am Montag (4. Februar, 18 bis 20 Uhr) soll im Alten Rathaus die sogenannte „Steintor-DNA“ vorgestellt werden. Das ist deshalb ein wichtiger Schritt, weil diese so etwas wie eine Richtschnur für die Architekten sein wird, die bald Pläne für eine Umgestaltung entwickeln sollen.

Die DNA bilde die „Ergebnisse des breit angelegten Beteiligungsprozesses ab“, versichert Stadtsprecherin Michaela Steigerwald. Sie gebe „Leitlinien und Rahmenbedingungen für den anstehenden planerischen Wettbewerb vor“. Dieser soll im Sommer 2019 beginnen. Die Anliegen der Bürger würden dabei „angemessen aufgegriffen und umgesetzt werden“, sagt Steigerwald. Auch seien weiter Beteiligungsmöglichkeiten vorgesehen.

Mehr Grün, mehr Bänke – und ein „Roter Punkt“-Denkmal

Vorstellen wird die Steintor-DNA im Alten Rathaus das Berliner Planungsbüro Urban Catalyst, das die Bürgerbeteiligung organisiert hatte. Vor allem in der großen Aktionswoche auf dem Platz im September waren Hunderte Ideen zusammengekommen.

Ein häufiger Wunsch: Das Steintor soll grüner werden. Mehr Bäume sind denkbar, aber auch Rasenflächen. Schüler plädierten bei Workshops für Sportmöglichkeiten. Außerdem soll der Platz auch dazu einladen, sich dort länger aufzuhalten. Dazu müssten zum Beispiel Bänke installiert werden. Eine weitere Idee: Am Steintor könnte ein Denkmal für die Aktion „Roter Punkt“ aufgestellt werden, mit der sich die Hannoveraner 1969 erfolgreich gegen höhere Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr gewehrt hatten.

Konflikte zwischen Radfahren und Fußgängern lösen

Ein weiteres Problem, das gelöst werden soll, ist das hohe Konfliktpotenzial zwischen Fußgängern und Radfahrern, die sich inmitten des Platzes eine gemeinsame Spur teilen müssen und sich außerdem vor allem an der Rampe zur Langen Laube immer wieder in die Quere kommen. Auch dazu werden Vorschläge der Planer erwartet.

Als sicher gilt, dass der Platz selbst nicht bebaut werden soll. Fast niemand hatte sich dafür in der Bürgerbeteiligung ausgesprochen. Die entsprechenden Pläne der Stadt, die zunächst auch SPD und Grüne unterstützt hatten, kippte der Rat nach der Kommunalwahl 2016 und beauftragte die Stadt, eine Bürgerbeteiligung zum Steintor zu organisieren.

Von Christian Bohnenkamp

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