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Meine Stadt Bündnis gegen Schlacht-Fest
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17:52 04.12.2017
Am HAKEN: Schweinehälften passieren einen Kontrollterminal in einem Schlachthof in Ostfriesland. Quelle: Foto: dpa
gleidingen

Dürfen Schlachthöfe am zweiten Weihnachtsfeiertag arbeiten, damit Verbraucher am ersten Werktag nach dem langen Festwochenende frisches Fleisch kaufen können? Darüber streiten niedersächsische Schlachthof-Betreiber sowie ein Bündnis aus Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und einem runden Dutzend weiterer Organisationen.

Während die Unternehmen Vion und Wernke im Kreis Cloppenburg am zweiten Weihnachtstag schlachten wollen, hat der Schlachthof in Laatzen-Gleidingen (Leine-Fleisch) eine andere Lösung gefunden, um den Bedarf des Handels nach frischem Fleisch zu decken.

„Wir werden am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht schlachten, das haben wir mit unseren Kunden so abgesprochen“, sagte Betriebsstättenleiter Frank Meyer am Montag auf NP-Anfrage. Um die Nachfrage zu befriedigen, wolle Leine-Fleisch in der Woche vor dem Fest auch am üblicherweise schlachtfreien Donnerstag arbeiten.

Der Betriebsstättenleiter erklärt: Während einer Fünf-Tage-Schlachtwoche (Montag bis Sonnabend) ruht normalerweise donnerstags der Schlachtbetrieb „für die technische Wartung der Maschinen und Geräte“. Doch in der Woche vor dem Fest werde in Gleidingen auch am Donnerstag geschlachtet. Dadurch werde die Zahl der wöchentlich verarbeiteten Schweine von rund 12 000 auf etwa 13 000 gesteigert.

Die Cloppenburger Betriebe indes wollen am zweiten Festtag arbeiten. „Der Lebensmitteleinzelhandel möchte seinen Kunden nach den Feiertagen frisches Fleisch anbieten und er hat auch einen Anspruch darauf beliefert zu werden“, so Vion-Sprecher Karl-Heinz Steinkühler.

Christian Meyer, Landtagsabgeordneter der Grünen und Ex-Landwirtschaftsminister, kritisiert: „Wir sind gegen die Schlachtungen am 2. Weihnachtsfeiertag.“ Bei einer Protestaktion am 10. Dezember vor dem Vion-Betrieb wird der Grünen-Politiker als Gastredner auftreten.

Von Andreas Körlin

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