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Justiz

Brutaler Juwelier-Überfall: 33-Jähriger vor Gericht

Skrupellos bedrohen Räuber eine gekidnappte Angestellte, um an den Schlüssel für einen Juwelierladen in der hannoverschen Innenstadt zu kommen. Weil beim Einbruch ein Alarm auslöst, rückt die Polizei an und packt einen von vier Tätern. Gehört er zur "Pink-Panther"-Bande? Nach dem brutalen Überfall muss sich seit Montag ein 33-Jähriger wegen versuchten Mordes und Entführung vor dem Landgericht verantworten.

Hannover. Der Angeklagte soll mit drei noch flüchtigen Mittätern Anfang März zunächst eine 73 Jahre alte Beschäftigte des Juweliers vor ihrer Haustür abgepasst und als Geisel genommen haben.

Die Frau wurde in einen zuvor gestohlenen Kleinbus gezerrt, gefesselt und geknebelt. Bei der Fahrt in die Innenstadt drohten die Täter der Frau mit einer Waffe sowie damit, ihr ein Auge auszustechen oder einen Finger abzutrennen, wenn sie nicht den Ladenschlüssel sowie den Sicherheitscode herausrücke.

Weil beim Betreten des Ladens ein Alarm auslöste, rückte die Polizei an. Mit einer im Laden gefundenen Schreckschusswaffe nahm der Angeklagte die Beamten sofort unter Beschuss, ohne zu wissen, dass es sich nicht um eine scharfe Waffe handelt. Ein Polizist gab daraufhin einen Warnschuss in die Luft ab, die Bande ergriff ohne Beute die Flucht.

Als einziger Täter konnte der heute 33-Jährige gepackt werden. Er war zu Fuß geflüchtet und versuchte an einer Kreuzung, an einem bei Rot wartenden Auto die Fahrertür aufzureißen. Doch weil der Fahrer die Tür verriegelt hatte, gelang dies nicht und Fahnder konnten den Räuber noch am Auto festnehmen. Die im Kleinbus zurückgelassene 73-jährige Angestellte konnte sich währenddessen befreien.

Bei ihren Ermittlungen prüfte die Staatsanwaltschaft, ob die Tat auf das Konto der berüchtigten "Pink-Panther"-Diebesbande geht.

Die "Pink-Panther"-Diebesbande

Die "Pink Panther" sind eine berühmt-berüchtigte Bande von Juwelendieben, die es weltweit auf Schmuckgeschäfte abgesehen hat. Auf das Konto der Bande geht nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol eine jahrelange Serie von schätzungsweise 380 Raubzügen in aller Welt. Der vor allem bei Juwelieren entstandene Schaden wird auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Zum Kern der Bande sollen etwa 60 Menschen gehören, das gesamte Verbrecher-Netzwerk dürfte wesentlich größer sein. Die Drahtzieher sollen aus Serbien und anderen südosteuropäischen Ländern stammen. Ihren Spitznamen hat die Gruppe von britischen Polizisten. Die Beamten hatten wie in der Krimi-Komödie "Der rosarote Panther" (1963) mit Peter Sellers und David Niven ein gestohlenes Schmuckstück in einem Cremetopf entdeckt. dpa


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