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Meine Stadt Braunschweig-Chaot in Haft
Hannover Meine Stadt Braunschweig-Chaot in Haft
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00:15 09.07.2016
PYRO-RANDALE IN BIELEFELD: Ein Braunschweiger landete gestern in Hannover im Gefängnis. Der 25-Jährige wurde mit Haftbefehl gesucht. Quelle: Oliver Krato
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Hannover

Die Bundespolizei schnappte ihn bei der Ausreisekontrolle. Der Sommerurlaub in Bulgarien ist für den Krawallmacher somit vorbei, bevor er angefangen hatte - der Rowdy sitzt nun im Gefängnis.

Und das hat er sich selbst zuzuschreiben: Er hatte einen Prozess am 11. April vor dem Amtsgericht in Bielefeld einfach geschwänzt. Der 25-Jährige musste sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Ihm wird vorgeworfen, beim Zweitligaspiel der Braunschweiger am 21. August 2015 gegen Arminia Bielefeld im Gästeblock der dortigen Arena eine Seenotrettungsfackel abgebrannt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hat er hinterher auch einen Böller gezündet. Dadurch erlitten drei Polizisten ein Knalltrauma. Weil der 25-Jährige unentschuldigt bei der Verhandlung fehlte, erließ der Richter in Bielefeld Haftbefehl. Und der wurde dem Randalierer gestern vor dem Flug nach Varna (Bulgarien) zum Verhängnis.

Das Spiel der Braunschweiger vergangenen Sommer in Bielefeld galt als Risikospiel. Hochgefährlich: Auch Rowdys von Hannover 96 waren zu der Begegnung angereist - sie pflegen eine Freundschaft mit den Arminia-Anhängern. Schon auf der Anreise hatten die Eintracht-Chaoten im Zug randaliert und im Hauptbahnhof Hannover Feuerwerkskörper gezündet. Dabei wurde ebenfalls ein Polizist verletzt. Richtig schlimm wurde es auf der Rückreise: Zwischen Hannover und Lehrte zerlegten rund 570 Braunschweiger vier Doppelstockwagen der Bahn. Der Materialschaden lag bei 80 000 Euro. In der kommenden Zweitligasaison treffen Eintracht und 96 wieder aufeinander - das erste Derby findet im Herbst in Braunschweig statt.

Möglicherweise ist der Wolfenbütteler bis dahin wieder aus dem Knast. Er soll vor einigen Jahren schon einmal übel aufgefallen sein. Nach dem Suizid von Robert Enke soll er ein geschmackloses Banner produziert haben. Aufschrift: „Wir danken der Deutschen Bahn, dass ihr Robert Enke überfahren habt.“

Von Britta Mahrholz

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