Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Bothfeld wehrt sich gegen Flüchtlingsheim
Hannover Meine Stadt Bothfeld wehrt sich gegen Flüchtlingsheim
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 19.04.2013
SCHULTERSCHLUSS: Hartmut Gawron, Peter Hettig, Peter Kellner, Rolf Ramcke, Sabine Zickfeldt, Kurt Zickfeldt und Gerd Marheineke gehören zur Bürgerinitiative in Bothfeld. Quelle: Mast
Anzeige
Hannover

Die fordert Einsicht in die städtischen Akten und droht bereits mit rechtlichen Schritten. „Es wird einfach über unsere Köpfe hinweg entschieden“, ärgert sich Peter Kellner, der Sprecher der Initiative. Über 450 Unterschriften von Bothfeldern seien bereits zusammengekommen. Eine entsprechende Petition möchte er heute im Bezirksrat einreichen. „Bürgerbeteiligung hat nicht stattgefunden. Das bringt Unruhe“, sagt Kellner. Seine Forderung: Die Stadt solle endlich begründen, warum sie sich für den Eichenweg entschieden hat.

„Unser Anliegen ist eine menschenwürdige Unterkunft für die Flüchtlinge“, betont Kellner. Mit Fremdenhass habe der Protest der Anwohner nichts zu tun. Seit 20 Jahren wohnen in dem Gebiet Menschen verschiedener Nationalitäten: „Das hat immer gut funktioniert.“ Doch das Gelände im Eichenweg sei eigentlich als Spiel- und Freifläche vorgesehen - hier leben viele Familien mit Kindern. Der ehemalige Unternehmensberater Hartmut Gawron glaubt, dass es in der Nähe vier andere Flächen gebe, die für das Flüchtlingsheim in Frage kämen. Aus seiner Sicht liegt der Eichenweg an letzter Stelle.

Als Kriterien hat er die Entfernung zu Einkaufszentren (etwa 20 Minuten zu Fuß) und Verkehrsverbindungen gewählt. Auch die „Integrationschancen“ hält Gawron für schlecht, es gebe keine Freizeitmöglichkeiten: „Das ist keine menschenwürdige Unterkunft.“ Für gut geeignet hält Gawron dagegen die verrufene Containeranlage an der Alten Peiner Heerstraße (Lahe). Sie wurde jetzt geschlossen.

Außer in Bothfeld sind noch drei Heime mit je 50 Plätzen geplant. Die Stadt stockt ihre Kapazität damit auf 1200 auf. Grund sind steigende Flüchtlingszahlen, derzeit leben rund 800 Flüchtlinge in der Stadt.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Start für den Kleingartenwettbewerb „Bunte Gärten 2013“. Dienstag war Pressekonferenz im Schatten der Laube von Hartmut Brinkmann in der Kolonie Tiefenriede an der Hildesheimer Straße.

19.04.2013

Die Stadt will auf dem Gelände der Kleingartenanlage ein Wohngebiet errichten. Auch das anliegende Gartencenter soll dafür weichen.

19.04.2013

Die Freunde der Herrenhäuser Gärten wollen solche Bilder in Zukunft nicht mehr sehen. Sie finanzieren mit der Stadt Müll-Polizisten, die darauf achten, dass Besucher nach dem Grillen im Georgengarten nicht ihren Dreck liegen lassen.

19.04.2013
Anzeige