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SCHULTERSCHLUSS: Hartmut Gawron, Peter Hettig, 
Peter Kellner, Rolf Ramcke, Sabine Zickfeldt, Kurt
 Zickfeldt und Gerd Marheineke gehören zur 
Bürgerinitiative in Bothfeld.

SCHULTERSCHLUSS: Hartmut Gawron, Peter Hettig,
Peter Kellner, Rolf Ramcke, Sabine Zickfeldt, Kurt
Zickfeldt und Gerd Marheineke gehören zur
Bürgerinitiative in Bothfeld.© Mast

Soziales

Bothfeld wehrt sich gegen Flüchtlingsheim

In Bothfeld regt sich Widerstand gegen das geplante Heim für 50 Flüchtlinge. Anwohner gründeten jetzt eine Bürgerinitiative.

Hannover. Die fordert Einsicht in die städtischen Akten und droht bereits mit rechtlichen Schritten. „Es wird einfach über unsere Köpfe hinweg entschieden“, ärgert sich Peter Kellner, der Sprecher der Initiative. Über 450 Unterschriften von Bothfeldern seien bereits zusammengekommen. Eine entsprechende Petition möchte er heute im Bezirksrat einreichen. „Bürgerbeteiligung hat nicht stattgefunden. Das bringt Unruhe“, sagt Kellner. Seine Forderung: Die Stadt solle endlich begründen, warum sie sich für den Eichenweg entschieden hat.

„Unser Anliegen ist eine menschenwürdige Unterkunft für die Flüchtlinge“, betont Kellner. Mit Fremdenhass habe der Protest der Anwohner nichts zu tun. Seit 20 Jahren wohnen in dem Gebiet Menschen verschiedener Nationalitäten: „Das hat immer gut funktioniert.“ Doch das Gelände im Eichenweg sei eigentlich als Spiel- und Freifläche vorgesehen - hier leben viele Familien mit Kindern. Der ehemalige Unternehmensberater Hartmut Gawron glaubt, dass es in der Nähe vier andere Flächen gebe, die für das Flüchtlingsheim in Frage kämen. Aus seiner Sicht liegt der Eichenweg an letzter Stelle.

Als Kriterien hat er die Entfernung zu Einkaufszentren (etwa 20 Minuten zu Fuß) und Verkehrsverbindungen gewählt. Auch die „Integrationschancen“ hält Gawron für schlecht, es gebe keine Freizeitmöglichkeiten: „Das ist keine menschenwürdige Unterkunft.“ Für gut geeignet hält Gawron dagegen die verrufene Containeranlage an der Alten Peiner Heerstraße (Lahe). Sie wurde jetzt geschlossen.

Außer in Bothfeld sind noch drei Heime mit je 50 Plätzen geplant. Die Stadt stockt ihre Kapazität damit auf 1200 auf. Grund sind steigende Flüchtlingszahlen, derzeit leben rund 800 Flüchtlinge in der Stadt.


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