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Meine Stadt Bombenfund im Zoo Hannover
Hannover Meine Stadt Bombenfund im Zoo Hannover
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23:47 04.02.2010
Polizeiwagen sperren die Straßen im Zooviertel ab. Quelle: Schaarschmidt
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Von Karl-Richard Würger und Harald Thiel

Hannover. Gestern Nachmittag gegen 13.30 Uhr musste der Tiergarten geschlossen werden, weil eine amerikanische Fünf-Zentner-Fliegerbombe Menschen und Tiere in Gefahr zu bringen drohte.

Der Blindgänger war entdeckt worden, als eine Spezialfirma im Bereich des ehemaligen Wolfsgeheges den Boden untersuchte: Auf diesem Teil des Zoogeländes soll eine Australienlandschaft entstehen. „Bevor wir zu bauen anfangen, wird der Boden immer untersucht“, so eine Zoo-Sprecherin.

Die Nachricht vom Sprengstoff-Fund wurde im Zoo mit Erschrecken aufgenommen: Unmittelbar danach wurden Tiere, die im Freien waren, in ihre Stallungen gebracht. Rund 40 Besucher wurden gebeten, die Anlage zu verlassen. Sie bekamen eine Ersatzkarte als Entschädigung. Danach räumten auch die Mitarbeiter den Zoo.

Direktor Klaus-Michael Machens: „Gefahr für die Menschen bestand aus unserer Sicht zu keiner Zeit. Aber wir haben uns große Sorgen um unsere Tiere gemacht – die kann man nämlich nicht evakuieren.“ Noch in Erinnerung ist der Fund einer Fliegerbombe, die vor drei Jahren bei Bauarbeiten für die neue Kinderlandschaft Mullewapp entdeckt worden war. Der 250-Kilo-Blindgänger war seiner Zeit im Kamelgehege entdeckt und anschließend vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft worden. Auch gestern standen die Spezialisten schnell bereit.

Am Abend sollte die Bombe entschärft werden. Ein Sicherheitsradius von 1000 Metern um den Fundort wurde dazu eingerichtet. Auch Teile des Zooviertels und des Messeschnellwegs waren betroffen. 1700 Bewohner mussten ab 18 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Als Sammelstelle wurde die Eilenriedehalle des HCC eingerichtet. Viele kamen jedoch bei Bekannten unter. Um 20.53 war die Evakuierung abgeschlossen.

Während der Absperrmaßnahmen kam es rund um den Bereich zu massiven Verkehrsproblemen. Auch der Bus- und Stadtbahnverkehr wurde während der Entschärfung eingestellt.

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