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Meine Stadt Bombe in Langenhagen entschärft
Hannover Meine Stadt Bombe in Langenhagen entschärft
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21:14 25.03.2010
Entschärft: Jürgen Koppelmeier vom Kampfmittelbeseitigungsdienst hält den Zünder der Bombe in der Hand. Quelle: Elsner
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Von Sebastian Scherer

Hannover. Der Pförtner ist der Einzige, der sich kurz nach 15 Uhr noch auf dem Reemtsma-Gelände in Langenhagen aufhält. Er bleibe noch, bis die Polizei angerückt ist – dann haue er auch ab. Mit so einer Bombe sei ja nicht zu spaßen.

Fünf Stunden vorher, gegen 10 Uhr hatten Bauarbeiter auf dem Gelände des Zigarettenherstellers eine englische, nicht transportable Fünf-Zentner-Bombe gefunden. Dort entsteht gerade eine neue Halle. Die rund 650 Beschäftigten am Standort Langenhagen mussten nach Hause - um 14 Uhr wurde das Werk geräumt. Der LKW-Fahrer, der am Nachmittag noch eine Lieferung bringen wollte, musste vor der Schranke umdrehen. „Die wussten das lange genug, hätten sie mir mal absagen können – das bringt meinen Tourplan völlig durcheinander“, schimpfte er - „aber für die Bombe kann hier ja keiner was.“

Kurz darauf, um 16 Uhr, machten die umliegenden Firmen wie das Gartencenter „Dehner“ und der Möbelanbieter „Seats and Sofas“ dicht. Auch im Baumarkt „Hellweg“ hingen Zettel, die auf die den verfrühten Ladenschluss hinwiesen. „Unsere Mitarbeiter treffen sich jetzt erstmal außerhalb des Evakuierungsraums – wir warten ab, ob wir heute nochmal öffnen“, sagte Marktleiterin Gisela Wittig.

Knapp 30 Minuten später begann die Evakuierung von etwa 2700 Anwohnern. Gesperrt wurde auch die A352 zwischen Flughafen und Engelbostel. Der Zug- und Üstra-Verkehr wurde eingestellt, der Bahnhof Pferdemarkt nicht mehr angefahren. Rund 320 Helfer waren imEinsatz. Nachdem das Gebiet um 19.10 Uhr endlich als gesichert galt, entschärfte Jürgen Koppelmeier vom Kampfmittelbeseitigungsdienst das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg um 19.25 Uhr ohne Zwischenfälle. Die Johanniter hatten während der Räumungszeit einen Aufenthaltsraum im Schulzentrum Langenhagen eingerichtet.

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