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Hannover - Kampfmittelfund Flughafen - HAJ - Nordbahn / GAT - Foto: Christian Elsner HAZ / NP

© Christan Elsner

BOMBENENTSCHÄRFUNG

Bombe am Flughafen entschärft

Auf dem Gelände des Flughafens Hannover in Langenhagen ist eine Weltkriegsbombe gefunden worden – in der Nacht zu Dienstag wurde sie unschädlich gemacht. Betroffen waren Angestellte und rund 1000 Hotelgäste am Flughafengelände sowie 30 im Evakuierungsradius lebende Bürger. Um 2.23 Uhr war die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

LANGENHAGEN. Bombenfund am Flughafen: Bei Bauarbeiten für eine Wasserleitung ist am Montag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der bei einem Luftangriff abgeworfene Sprengkörper sollte in der Nacht entschärft werden.

Da es sich um eine Bombe der 250-Kilogramm-Klasse (fünf Zentner) handelte, musste das Gebiet im Umkreis von 1000 Metern ge­räumt werden. Der Blindgänger lag in der Nähe der kurzen Start- und Landebahn für kleinere Flugzeuge am sogenannten GAT – General Aviation Terminal. Er wurde laut Langenhagens Sprecherin Stahl in einer Tiefe von nur 1,20 Meter entdeckt.

Betroffen von den Räumungen waren das Maritim-Airport-Hotel (etwa 600 Gäste) und das Hotel Leonardo (etwa 300 Gäste), auch ein Postverteilzentrum musste die Arbeit ruhen lassen. Die Hotelgäste und am Airport beschäftigte Menschen sowie etwa 30 im Sperrgebiet wohnende Bürger konnten in der von der Stadt eingerichteten Sammelstelle im Schulzentrum Konrad-Adenauer-Straße untergebracht werden. Ein Angebot, dass anfangs eher zurückhaltend genutzt wurde. Offenbar wollten viele Hotelgäste erst so spät wie möglich in die Sammelunterkunft fahren, einige überbrückten einen möglichst langen Teil des Abends offenbar in Restaurants oder Bars der Umgebung. Um 22.30 hatten sich laut Sprecherin Stahl erst 110 Menschen in die Sammelstelle bringen lassen.

Auch im Evakuierungsraum: Das „Abschiebegefängnis“, eine Außenstelle der JVA Hannover – deren 28 Insassen und das Personal wurden zwischenzeitlich in der JVA in der Schulenburger Landstraße untergebracht. Am Rande der Sperrzone wurde ein Zu­geständnis an die Tuifly ge­macht – ihre Mitarbeiter in der Zentrale durften weiterarbeiten, da die Behörden die Zufahrt zum Parkplatz 10 gegenüber gewähren wollten und man die Gebäude der Tuifly „schlecht hätte trennen können“.

Der Flugverkehr sollte möglichst nicht eingeschränkt werden: Laut einem Flughafensprecher sollte die Entschärfung nach dem letzten ankommenden Flug (Plan: 23.15 Uhr) erfolgen. Gesperrt wurden die Airport-Zufahrten schon früher. „Ab 22 Uhr soll niemand mehr zum Flughafen kommen“, sagte Stahl. „Fluggäste, die später landen, können den Flughafen aber verlassen.“ Erst wenn sie das Areal verlassen hätten, würde die Überprüfung von Hotels, Parkhäusern und Terminals erfolgen. Im Anschluss daran werde der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Entschärfung des Blindgängers vornehmen.

Um 1.35 Uhr hatte die Feuerwehr Sicherheit im Evakuierungsgebiet hergestellt und die Entschärfung konnte beginnen. Zunächst war nicht klar, ob die Bombe entschärft werden könne oder gesprengt werden müsse. Eine knappe Stunde später gaben die Sprengmeister Entwarnung: Der Blindgänger war sicher entschärft worden.

Von Ralph Hübner


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