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Meine Stadt Bohrloch in Lahe kostet vier Millionen Euro mehr
Hannover Meine Stadt Bohrloch in Lahe kostet vier Millionen Euro mehr
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19:01 14.12.2009
Das Bohrloch in Lahe kostet vier Millionen Euro mehr als geplant.
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VON RALPH HÜBNER

Hannover. Am Wochenende war das Bohrziel in Lahe erreicht, wenn auch verspätet und vier Millionen Euro teurer als erwartet. Dafür ist GeneSys – steht für Generierte Energiesysteme – für die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in anderer Hinsicht besser gelaufen als erwartet: Die gesuchten Bedingungen fanden sich schon in 3901 Metern Tiefe, 300 Meter eher als gedacht. Zudem sei es dort mit 150 Grad Celsius deutlich wärmer als die erwarteten 135 Grad Celsius. Damit kann aus der gleichen Menge Wasser mehr Wärme gewonnen werden.

Die höheren Kosten hätten mehrere Ursachen, erklärt die BGR: Am Anfang hätten unerwartet weiche Tonschichten das Loch immer wieder zugedrückt. Die um zwei Monate längere Bohrphase rühre aber auch von der neuen Bohrtechnik her, die weniger Lärm mache, dafür komplizierter in der Handhabung sei. So dauere ein Meißelwechsel 30 Stunden – doppelt so lange wie bei den sonst üblichen Verfahren.
13 statt neun Millionen Euro – eine Steigerung um 44 Prozent. Laut Projektleiter Johannes Peter Gerling habe man dafür „an anderer Stelle“ bei der BGR gespart: „Wir haben keinen weiteren Zuschuss vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erhalten.“ Die Gesamtkosten sollen nun 20 statt 15 Millionen Euro betragen. Mit weiteren Steigerungen rechne er „im Augenblick nicht.“

Bis Mitte Januar sollen Bohrturm und Lärmschutzwand abgebaut werden, so dass die weiteren Schritte des Pilotprojekts starten können. Von 2013 an soll mit Hilfe der Erdwärme das Geozentrum (1000 Mitarbeiter) mit Heißwasser versorgt werden – was eine Million Kubikmeter Erdgas pro Jahr und damit 3000 Tonnen Kohlendioxid sparen soll. Im Gegensatz zu anderen Verfahren soll das bei GeneSys mit nur einem Bohrloch gelingen statt der bislang üblichen zwei Bohrungen.

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