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Hier packt der Chef mit an: Stephan von Bülow, Vorsitzender der Geschäftsführung der Eugen-Block-Holding, schaute sich gestern das neue Lokal an.

Gastronomie

Block-House-Chef setzt auf Hannover

Hannover im Visier: Block House hat am Freitag am Thielenplatz sein drittes Steakrestaurant eröffnet – und sucht schon nach weiteren Standorten. „Qualität setzt sich durch“, sagt Block-House-Chef Stephan von Bülow im NP-Interview. Sein Unternehmen engagiert sich auch gemeinnützig in der Stadt.

Hannover. Herr von Bülow, Ihr Unternehmen hat in Hannover sowohl das erste Block House als auch das erste Jim-Block-Restaurant außerhalb Hamburgs eröffnet.
 Jetzt kommt Block House Nummer drei, womit Hannover zum drittgrößten Standort hinter Hamburg und Berlin wird. Was mögen Sie so an dieser Stadt?
Wir haben in Hannover einen hervorragenden Erfolg. Jim Block am Kröpcke ist sogar das Restaurant aus dieser Kette mit den besten Umsätzen. Sogar noch vor Jim Block am Jungfernstieg in Hamburg. Für Hannover hatten wir uns vor gut 40 Jahren wegen der räumlichen Nähe zu Hamburg entschieden.

Wenn es also so gut läuft: Denken Sie dann schon an weitere Restaurants?
Das tun wir. Hannover ist Messestadt, hat ein großes Umland und eine hohe Kaufkraft. Das ist für Gastronomen immer interessant. Aktuell haben wir zwar sowohl für Jim Block als auch für Block House nichts Aktuelles, aber sobald wir ein geeignetes Objekt gefunden haben, gehen wir das an. Der Bereich rund um den Marstall mit dem Steintor wäre so ein interessanter Standort. Gute Standorte sind für uns solche mit hoher Lauffrequenz. Und die suchen wir immer.

Nochmal zum Block House am Thielenplatz: Ab 2018 erneuert die Bahn dort die Brücke, Sie
haben dann fast zwei Jahre eine Baustelle vor der Tür. Haben Sie davon gewusst, als Sie sich für diesen Standort entschieden haben?
Nein, wussten wir nicht. Aber auch, wenn wir es gewusst hätten, wären wir dorthin gegangen. Wir gehen davon aus, dass sich der Standort bis 2018 etabliert hat. Wir haben aber auch Verständnis für die Bahn, wenn sie in ihre Infrastruktur investiert. Wir werden uns schon arrangieren.

Laut dem Bundesverband der deutschen Fleischindustrie nimmt der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland seit Jahren ab. Wie verträgt sich das mit den Expansionsplänen Ihres Unternehmens?
Das Bewusstsein der Verbraucher hat sich verändert. Man geht nicht mehr jeden Tag essen, isst auch nicht jeden Tag Fleisch. Aber wenn der Verbraucher dies tut, dann achtet er auf Qualität. Da ist er verlässlich. Mit unseren Standards kommen wir diesen Wünschen nach. Wohl erfolgreich, denn sonst würde die Block-Gruppe nicht wachsen.

Woher beziehen Sie Ihr Fleisch? Wird die Herkunft kontrolliert?
Zu fast 100 Prozent bekommen
 wir es aus Südamerika, wir arbeiten dort mit Vertragsbauern zusammen. Bei denen grasen die Tiere auf der Wiese. Mehr „Bio“ geht nicht. Da Fleisch auf dem Weltmarkt immer knapper
wird, haben wir vor zwei Jahren ein Rinderzuchtprogramm aufgelegt. 3000 Tiere stehen bei Landwirten in Mecklenburg, nichts wird ihnen dort zugefüttert. Die Verarbeitung findet dann in unserer eigenen Block-House-Fleischerei statt.

Seit Jahren unterstützt Block House gemeinnützige Projekte über sein Kinderhilfswerk Blocky Block. Wie kam es dazu?
Wir sind ein Teil der Gesellschaft und möchten ihr etwas zurückgeben. Jedes Restaurant hat einen Fonds, in den es einzahlt. Eine meist hohe vierstellige Summe geht dann an ein Projekt vor Ort des jeweiligen Lokals. In Hannover haben wir zum Beispiel mal die Typisierung bei der Norddeutschen Knochenmarkspenderdatei von Frau Robin-Winn unterstützt.

Andreas Voigt

Das neue Block House: 160 Sitzplätze und 
ein Clubraum

Deutschlandweit ist es das 37. Restaurant, in Hannover das dritte: Block House am Thielenplatz hat Freitagabend mit einem so genannten „soft opening“ – also einer inoffiziellen Eröffnung – für die Kundschaft den Betrieb aufgenommen. „Mit dieser Eröffnung wollen wir der Revitalisierung des Thielenplatzes auch mehr Schub geben“, sagt Clive Patrick Scheibe, Vorstand der Block-House-Restaurantbetriebe.
2,5 Millionen Euro hat das Unternehmen in den Umbau investiert, der Mietvertrag geht über zehn Jahre mit einer Verlängerungsoption von zweimal jeweils fünf Jahren. Das Restaurant hat 160 Sitzplätze und weitere 60 Terrassenplätze. Neu im Vergleich zu den beiden anderen Häusern an der Hildesheimer Straße und an der Ständehausstraße ist ein abtrennbarer Clubraum für Gruppen mit bis zu 30 Gästen. „Damit tragen wir dem Wunsch von Privatgästen und Firmenkunden Rechnung“, meint Scheibe. voi


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