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Bombenentschärfung

Blindgänger im Sahlkamp ist gesprengt

Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Sonntag in Hannover-Sahlkamp gesprengt worden. Die britische Zehn-Zentner-Bombe lag direkt vor einem viergeschossigen Wohnhaus. Zuvor hatten Passanten die Sprengung verzögert. Lesen Sie hier den Tag im Live-Ticker nach.

18.13 Uhr: Ein perfekter Nachmittag für Hannovers Einsatzkräfte. Die Bombe, die nur vier Meter vom Haus entfernt in einem Vorgarten in den Hägewiesen lag, wurde ohne Schäden zu hinterlassen gesprengt. Nicht einmal eine Fensterscheibe splitterte durch die Detonation. Echte Präzisionsarbeit.

17.46 Uhr: Alles gut, sagt die Feuerwehr: Keine Schäden durch die Sprengung. Die Bewohner dürfen zurück in ihre Häuser.

17.33 Uhr: Die Feuerwehr ist im Sprengbereich unterwegs, begutachtet mögliche Schäden. Die Evakuierung ist noch nicht aufgehoben.

17.25 Uhr: Die Bombe ist gesprengt.

16.56 Uhr: Unglaublich: Offenbar sind mehrere Bewohner in das Sperrgebiet eingedrungen. In einigen Wohnungen gingen wieder Lichter an. Mit anderen Worten: Die nachfolgende Sprengung verzögert sich auf unbestimmte Zeit.

16.25 Uhr: Die Feuerwehr wartet minütlich auf das Ende der Sicherungsmaßnahmen - dann soll gesprengt werden. Bis die Menschen zurück in ihre Wohnungen können, dürfte es aber noch etwas dauern: Erst muss kontrolliert werden, ob gefährliche Splitter herumliegen.

15.51 Uhr: OB Stephan Weil war übrigens in Bothfeld unterwegs. Die Fotos dazu sind in der Bildergalerie.

15.37 Uhr: Wie gefährlich eine Sprengung ist, zeigen zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit: In München führte im August vergangenen Jahres die Sprengung einer Fliegerbombe zu erheblichen Schäden im Stadtteil Schwabing. Zuletzt hatte im September die gezielte Sprengung eines Blindgängers in Viersen am Niederrhein Schäden verursacht.

15.21 Uhr: Würde es zu einer Zündung kommen, gäbe es sicherlich Beschädigungen an den umliegenden Häusern, so ein Feuerwehrsprecher. Deshalb die mit Stroh und Sand gefüllten Bigbags, und deshalb auch mit 25.000 Liter Wasser gefüllte Behälter - ein recht neues Verfahren - zur Dämmung. Die Sprengung erfolgt gegen 16.30 Uhr. Säurezünder werden immer vor Ort gesprengt, ein Transport wäre zu gefährlich.

15.16 Uhr: Neue Details von den Hägewiesen: Es handelt sich um eine Zehn-Zentner-Bombe mit zwei Langzeitsäurezündern. Einer ist verrottet, wie auch Teile der Bombe. Im anderen Zünder sind aber Sprengstoffreste - gefährlich. Bigbags und Wasserbehälter werden herangeschafft, um das Mehrfamilienhaus nebenan zu schützen.

15.04 Uhr: An den Hägewiesen wird es nicht ganz so unkompliziert. Die britische Bombe hat einen Säurezünder, was bedeutet: Es muss gesprengt werden. Wann? Nicht vor einer Stunde.

14.50 Uhr: Immer noch kreist ein Hubschrauber über die evakuierten Gebiete. Befinden sich noch Menschen in den Wohnungen?

14.42 Uhr: Entwarnung zumindest bei einem Fund (IGS Vahrenheide-Sahlkamp): Die Bombe ist mehr oder weniger verrottet, eine Sprengung oder Entschärfung hat sich somit erledigt.

14.34 Uhr: Offiziell ist noch keine "Sicherheit" ausgerufen worden, aber die Vorbereitung zur Sprengung laufen auf Hochtouren. Sogenannte "Bigbags" werden herangeschafft, 1,5 Tonnen schwere Sandsäcke, die die Explosion eindämmen sollen, meldet unser Fotograf Christian Elsner.

14.20 Uhr: Der Verdacht hat sich bestätigt: Eine der beiden Bomben ist ein "Zerscheller", soll vor Ort gesprengt werden. Beim zweiten Fund soll die Zündvorrichtung herausgedreht werden.

14.05 Uhr: Noch wird über Art und Zustand der Bombe gerätselt. Möglicherweise handelt es sich um "Zerscheller", also Reste einer Fliegerbombe, die gesprengt werden müssen. Völlig offen auch noch, ob es einen intakten Zünder gibt.

13.55 Uhr: Wann gehts endlich los? In Bothfeld kreist noch der Hubschrauber mit der Wärmebildkamera, aber es wird jede Minute mit der Freigabe gerechnet - dann können die Entschärfer anfangen.

13.20 Uhr: Und auch das wollen wir nicht unterschlagen: "Dank der Mitwirkung der Bevölkerung liegen wir voll im Zeitplan", lobt ein Feuerwehrmann die Bewohner.

13.18 Uhr: So, langsam wird es ernst. Gegen 13.30 Uhr soll der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Untersuchung und Entschärfung der verdächtigen Funde beginnen. Sollten sich die Funde als Bomben mit Säurezünder entpuppen und eine Entschärfung damit unmöglich machen, wäre eine Sprengung erforderlich, heißt es.

13.09 Uhr: Hat jemand Hunger? In der Sammelstelle gibt es Hühnersuppe. Und auch Nachschlag. Guten Appetit.

12.49 Uhr: Aber es scheint in den Hallen wieder leerer zu werden. Am schönen Wetter kanns ja nicht liegen - zieht der verkaufsoffene Sonntag die Leute in die City?

12.35 Uhr: Sammelstelle Käthe-Kollwitz-Schule: Die Stimmung ist entspannt, 500 Menschen haben hier für die nächsten Stunden Unterschlupf gefunden - und machen das Beste aus dem Tag. Vor allem in der Familienhalle wird gespielt und getobt.

12.07 Uhr: "Es läuft alles sehr entspannt, wir liegen gut in der Zeit", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Kein Wunder: Hannovers Norden hat ja mittlerweile reichhaltig Erfahrung mit Bombenräumungen.

11:38 Uhr: Etwa 90 Prozent der Sperrzone sind mittlerweile geräumt. In wenigen Minuten kann die Kampfmittelbeseitigung weitere Maßnahmen einleiten. Feuerwehr-Pressesprecher Michael Hintz: "Erstaunlicherweise sind wir um diese Uhrzeit schon weiter, als wir gedacht hätten."

11.34 Uhr: Noch eine Zahl: Etwa 1000 Einsatzkräfte sind auf den Beinen. Am Nachmittag soll alles vorbei sein - noch rechtzeitig für den verkaufsoffenen Sonntag.

11.03 Uhr: Etwa 160 Kranke aus den Alten- und Pflegeheimen im Sperrgebiet müssen heute in die Notunterkunft gebracht werden. Regine Salzsieder (91) ist eine von ihnen und freut sich über die Abwechslung: "Ich finde das alles nicht anstrengend, ich finde das interessant."

10.51 Uhr: Sind Sie auch von der Räumung betroffen? Schildern Sie Ihre Erlebnisse! Nutzen Sie dafür die Kommentarfunktion unter diesem Artikel oder schreiben Sie etwas unter www.facebook.com/neuepresse.

10.38 Uhr: In diesem Zusammenhang ein kleiner Lesetipp: Alle Fragen zur Bombenräumung werden hier beantwortet: Klick mich.

10.35 Uhr: Sahlkamp. Noch immer spazieren einige Anwohner orierntierungslos an der Hauptstraße.entlang oder warten auf den Evakuierungsbus. Mutisi Abedin (30) wusste nichts von der Räumungsaktion und sucht nun verzweifelt die Sammelstelle: "Ich habe noch nichts gegessen oder getrunken."

10.32 Uhr: Auch mehrere Gewerbebetriebe sowie Alten- und Pflegeheime sind von der Evakuierung betroffen. Der Einsatz des Kampfmittelbeseitigungsdienstes soll bereits am Sonntagmorgen starten. Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Anwohner ihre Wohnungen erst am späten Nachmittag wieder beziehen können. Für Personen, die keine andere Aufenthaltsmöglichkeit haben, steht die Käthe-Kollwitz-Schule in der Podbielskistraße als Sammelstelle zur Verfügung. Es ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0800 - 7313131 eingerichtet.


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  • Landkreis: Region Hannover
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  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
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