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MANGELWARE: Speziell die blauen Säcke für Altpapier sind in vielen Supermärkten zurzeit vergriffen.

MANGELWARE: Speziell die blauen Säcke für Altpapier sind in vielen Supermärkten zurzeit vergriffen.
 © Foto: Franson

ENTSORGUNG

Blaue Säcke in Hannover oft vergriffen

Blaue Altpapiersäcke sollen der Vergangenheit angehören – sind aber aktuell beliebt wie nie. Weil der Abfallentsorger aha ab Januar Geld für die Rollen verlangt, horten viele Verbraucher die Säcke für Altpapier für das kommende Jahr. Vielerorts sind sie bereits vergriffen.

hannover.  Blaue Altpapiersäcke sollen der Vergangenheit angehören – sind aber aktuell beliebt wie nie. Weil der Abfallentsorger aha ab Januar Geld für die Rollen verlangt, horten viele Verbraucher die Säcke für Altpapier für das kommende Jahr. Vielerorts sind sie bereits vergriffen.

Ende Oktober hatte aha die Papiertonnen-Kampagne gestartet, die Verbrauchern den Umstieg auf die Tonne schmackhaft machen sollte. Das Unternehmen begründete den Schritt damit, dass der blaue Sack schlecht für die Umwelt sei – und mit dem Aufwand, ihn hinterher vom Papier zu trennen.

Um den Wechsel zu „erleichtern“, erhebt aha ab Januar eine Art Schutzgebühr auf den blauen Sack – eine Rolle kostet dann ein Euro, der einzelne Sack fünf Cent. Deshalb haben in Stadt und Umland aktuell etliche Supermärkte keinen blauen Sack mehr, und auch in der gelben Variante für Plastik sieht es vielerorts nicht gut aus – „haben wir nicht“, lautet einer der viel gesagten Sätze in den Supermärkten zurzeit.

Mit anderen Worten: Seit Bekanntgabe der Kampagne hat eine Art Hamsterabgriff eingesetzt, der blaue Sack wird gehortet, um möglichst lange auch 2018 kostenlos das Altpapier entsorgen zu können. Das Phänomen beim gelben Sack erschließt sich auch aha nicht recht, Unternehmenssprecherin Helene Herich vermutet: „Anscheinend nutzt der Verbraucher den kostenlosen gelben Sack jetzt vermehrt für die Müllentsorgung.“ Diese Zweckentfremdung hatte aha zuvor nur beim blauen Sack beobachtet – und auch diese Zweckentfremdung mit als Grund für die Einführung der Schutzgebühr ins Feld geführt.

Allem Anschein nach wird es beim Engpass vorerst bleiben, denn aha beabsichtigt nicht, die Ausgabezahlen beim blauen Sack zu erhöhen: „Wir fluten die Supermärkte nicht, denn wir wollen ja die Tonne als Entsorgungsmöglichkeit beim Altpapier“, so die Unternehmenssprecherin.

Damit befindet sich aha scheinbar auf gutem Weg, denn nach eigenen Angaben wurden seit Kampagnenstart rund 7000 blaue Tonnen ausgegeben, am Tag etwa 300 Stück. „Vor der Kampagne waren es 50 bis 60 Tonnen am Tag“, so die Sprecherin. In Stadt und Umland sind zusammen rund 77 000 Tonnen im Einsatz.

Wer keine Tonne will, sollte wenigstens gute Nerven haben. Denn selbst, wenn die Säcke im Supermarkt vorrätig sind, gibt’s nur eine Rolle von jeder Farbe am Tag. Wer also sicher gehen will, fährt gleich zu einem Wertstoffhof – denn dort habe man die Säcke in jedem Fall vorrätig, versichert aha. Auch über den 1.Januar 2018 hinaus.

Von andreas voigt


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