Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Blacklane: Limousinen-Service zum Taxipreis
Hannover Meine Stadt Blacklane: Limousinen-Service zum Taxipreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:40 23.11.2012
DIE TRANSPORTER: Jens Wohltorf (links) und Frank Steuer bieten jetzt auch in Hannover einen Limousinenservice an.
Hannover

Firmengründer Jens Wohltorf und Frank Steuer sind bereits in diversen Großstädten am Start, darunter in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München oder Köln. Die Geschäftsidee: Blacklane hat gar keine eigenen Autos, sondern vermittelt nur als Zentrale die Limousinen an Kunden. In Hannover arbeitet Blacklane mit zehn Firmen zusammen, die solche Wagen vermieten. Zusammen sind dies 25 Autos. Vorteil: Lokale Anbieter haben eine höhere Auslastung, Blacklane muss im Gegenzug keinen teuren Fuhrpark vorhalten. Vom Audi A 6 bis zum Mercedes der S-Klasse reicht das Angebot. Einige der schwarzen Schlitten haben auch Minibars - mit Wasser gratis. Gebucht werden können die Business-Limousinen über die Webseite (www.blacklane.com) über ein Mini-Handyprogramm (App) und übers Telefon.

In Hannover sind rund 600 Taxen registriert, eigentlich ohnehin schon zu viele, beklagt die Taxenzentrale „Hallo Taxi 3811“ seit Jahren. Und jetzt kommt Blacklane mit seinem Nobelangebot zum Fast-Taxitarif. Kann das gut gehen? „Hannover ist eine attraktive Stadt für uns. Mit seinem Flughafen, den vielen Messen, Kongressen und Events kommt man an Hannover nicht vorbei“, sagt Gründer und Mit-Inhaber Jens Wohltorf.

Mit Blacklane wende man sich an Geschäftsreisende, die vom Flughafen oder Bahnhof in Hotels oder aufs Messegelände müssen „und nicht minutenlang auf ein Taxi warten wollen, stattdessen unverzüglich in die bestellte Limousine einsteigen möchten“. Aber auch jeder andere Gast sei willkommen, etwa die Familie, die sich zum Flughafen bringen oder abholen lassen wolle.

Aus Sicht von Blacklane stellt sich eine Fahrt in den Nobelkarossen als Schnäppchen dar: Trinkgeld, Wartezeit, Bestell- und Kreditkartengebühren seien im Preis mit inbegriffen. So kostet zum Beispiel eine Fahrt vom Flughafen in die City (14 Kilometer) mit einem 5er BMW 30 Euro - in der Taxe etwa 27 Euro. Rund 95 Prozent des Fahrpreises erhält der Chauffeur, fünf Prozent bekommt der Vermittler. Allerdings: Limousinenfahrten unterliegen weder der Beförderungs- noch der Tarifpflicht. Das heißt: Niemand muss mitgenommen werden, wer zu viel gefeiert hat oder dem Chauffeur schlicht nicht passt, bleibt stehen. Und Kurzstrecken gibt es auch nicht: „Mindestens elf Kilometer, darunter läuft nichts“, so Wohltorf.

Und weil dies so ist, sieht 3811-Taxenchef Reinhard Bellmann die neu Konkurrenz zwar mit Argusaugen, ist aber dennoch recht gelassen: „Wir fahren alles, auch für 3,50 Euro, und wir nehmen selbstverständlich auch Rollstuhlfahrer mit. Dieser Limousinenservice scheint ein Rosinenpicker“, so Bellmann.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!