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Meine Stadt Bis 2025: Hannover steckt 1,5 Milliarden in Stadtentwicklung
Hannover Meine Stadt Bis 2025: Hannover steckt 1,5 Milliarden in Stadtentwicklung
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15:09 23.07.2015
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Hannover

Die Landeshauptstadt will angesichts weiter wachsender Einwohnerzahlen in den kommenden zehn Jahren eineinhalb Milliarden Euro in die Stadtentwicklung investieren. Für Sanierung und Neubau von Schulen, Kindergärten und Straßen sowie den Wohnungsbau sollen 500 Millionen Euro neue Schulden gemacht werden, kündigten Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtkämmerer Marc Hansmann (beide SPD) am Donnerstag an.

Gekoppelt werden soll die Neuverschuldung an einen Tilgungsplan, dem sparsames Haushalten zugrunde liegt. Es gelte die Niedrigzinsphase zur Umsetzung von Pflichtaufgaben der Stadt zu nutzen, deren Aufschub die Stadt am Ende sonst teurer zu stehen kommt, sagte Schostok.

Der größte Bedarf in den kommenden zehn Jahren besteht mit 740 Millionen Euro bei den Schulen, da die Geburtenzahl in der Landeshauptstadt seit einiger Zeit wieder steigt. "Es geht um den Erhalt und die Erweiterung der Infrastruktur in einer wachsenden Stadt, insbesondere im Bildungsbereich", sagte Schostok. "Dazu sind wir im Interesse unserer eigenen Zukunft verpflichtet."

Zum Wachstum der Stadt tragen auch Zuwanderer bei, wobei die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen in den Planungen nicht enthalten sind. "Die Steigerung der städtischen Schulden um mindestens 500 Millionen Euro klingt im Zeichen der Schuldenbremse, die übrigens nicht für Kommunen gilt, wie aus der Zeit gefallen", sagte der Kämmerer.

Da Hannover aber nicht überschuldet sei und jährlich rund 100 Millionen Euro an Investitionen aus eigener Kraft stemme, sei dies angesichts niedriger Zinsen ein kluger Weg. Mit der Kommunalaufsicht des Landes sowie dem Rat der Stadt solle ein Tilgungsplan beraten werden, damit die zusätzlichen Schulden nicht künftige Generationen belasteten.

Hannover war Anfang der 80er Jahre die Stadt mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland. Der Großteil der langfristigen Schulden von gut 1,5 Milliarden Euro stammt aus den 70er Jahren, als in die U-Bahn, Gesamtschulen, Bäder und Museen investiert wurde.

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