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Meine Stadt Fertiggerichte bei Bio-Messe im Trend
Hannover Meine Stadt Fertiggerichte bei Bio-Messe im Trend
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16:38 09.09.2018
MAL WAS ANDERES: Vielleicht wird Popcorn-Tee aus Japan der Renner. Andere mögen’s lieber ingwerig mit Cola. Quelle: Fotos: Heusel
Hannover

Der Knoblauch von „Ostseegrüne“ aus Estland ist schwarz und schmeckt lakritzig, aber auf Buchweizen-Chips ist das ein echtes Geschmackserlebnis. Wem das dennoch auf den Magen schlägt, der brüht sich einfach einen Heavy-Metal-Tee von „Sonnentor“ auf, der darin enthaltene Kreuzkümmel, Thymian und die schwarze Stockrose wird’s schon richten.

Auf der BioNord gibt es kaum etwas, das es nicht gibt. Hauptsache irgendwie öko oder aber auch streng kbA, was für kontrolliert biologischen Anbau steht. Der Trend geht klar zum „Convenience Food“, was man mit „bequemes Essen“ übersetzen kann. StreetFood wahlweise asiatisch, afrikanisch oder urdeutsch – wenn es schon aus der Dose oder dem Glas ist, dann bitte mit gesunden Zutaten, schonend gekocht und möglichst in allen Varianten mit Öko-Fleisch, vegetarisch und vegan. Das Lebenskeimbrot ohne Mehl, ohne Gluten, dafür nährend und eiweißreich, die neuen Trendgetränke sind sowohl mit Cola, als auch mit Ingwer und es gibt sie auch in der kinderfreundlichen Variante.

Palmölfreie Backwaren, Öko-Weine ohne Schwefel, 18 Stunden ausgekochte Weiderind- und Freilandhuhn-Knochen – das sind die Öko-Waren, die demnächst in unseren Bioläden zu kaufen sein werden.

Darüber hinaus stellt sich nicht nur, aber eben auch, auf der BioNord die Frage: „Wie hältst Du es mit dem Plastik?“ Offenbar eine schwierige Frage, die auf dem Podium und an den Ständen diskutiert wird. Der Loseladen aus der Südstadt setzt konsequent auf „No-Plastik“, Chef Michael Albert hat sogar Spender aus Glas, Edelstahl und Holz entwickelt. Bei „Green Heart“ wird der vegane Bio-Hummus auf Palmblattschalen serviert, allerdings mit Plastiklöffeln gegessen. Produktentwicklerin Bettina Kniewasser: „Die Öko-Verpackungen kosten das Dreifache der Standardverpackungen aus Plastik.“ Auch Felix Wulff, der superleckeren Bergkäse und Andechser Joghurt vertreibt, kennt die Zwänge: „Wenn wir nur noch kompostierbare Mais-Becher haben, gibt es noch mehr Mais-Monokulturen. Zur Zeit gibt es einfach nichts, das keine Nachteile hat und bezahlbar wäre.“

Apropos Zahlen: Thema Nummer Zwei auf der Messe ist der Umstand, dass sich Öko-Kosmetikunternehmen wie „Logona“ aus Salzhemmendorf von L’Oréal oder Tee-Anbieter wie „Pukka“ von „Unilever“ kaufen ließen. In Teilen der Öko-Szene ein absolutes No Go.

Von Petra Rückerl

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