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Meine Stadt Bildungsdezernentin ist für Personal zuständig
Hannover Meine Stadt Bildungsdezernentin ist für Personal zuständig
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18:14 09.11.2017
MEHR ARBEIT: Rita Maria Rzyski übernimmt von Harald Härke das Personaldezernat. Quelle: Foto: Eberstein
Hannover

Schon wieder eine überraschende Wende in der Causa Harald Härke: Gestern hat OB Stefan Schostok entschieden, dass Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski kommissarisch das Personaldezernat leiten wird. Die Lösung ist befristet bis zum 30. Juni 2018.

Offenbar fiel die Entscheidung in Abstimmung mit dem Gesamtpersonalrat (GPR), der Interessenvertretung aller Verwaltungs-Mitarbeiter. Die Vorsitzende Karin Gödecke hat gestern dazu festgestellt: „Der Übergangszeitraum dient dazu, das Disziplinarverfahren abzuschließen und eine dauerhafte Lösung zu entwickeln.“ Und: „Wir hoffen, dass dieser Schritt mit dazu beitragen wird, der bestehenden Verunsicherung der Beschäftigten entgegen zu wirken.“

Rathaus-Kenner lesen aus diesen Zeilen ein deutliches Abrücken des GPR von Härke. Dem 63-Jährigen wird vorgeworfen, dass er seiner Lebensgefährtin eine besser dotierte Stelle im Kulturbüro verschaffen wollte. Härke räumte seinen Fehler ein und bot an, in den vorzeitigen Ruhestand zu treten. Das lehnte Schostok trotz der aus seiner Sicht „schweren Dienstpflichtverletzung“ ab.

Der OB entschied, Härke könne bis Ende 2019 Kulturdezernent bleiben. Gewählt hatte ihn der Rat bis Januar 2022. Ursprünglich wollte der OB bis zum Ausscheiden Härkes das Personaldezernat führen. Finanzdezernent Axel von der Ohe sollte für den Fachbereich Feuerwehr zuständig sein. Auch der fällt jetzt an Rzyski.

Der Gesamtpersonalrat pocht darauf, dass es nach der kommissarischen Lösung ein eigenständiges Personaldezernat geben muss. Grundsätzliche Belange der Beschäftigten sollten „mit dem notwendigen Gewicht“ durchgesetzt werden.

Im Rathaus hoffen viele, dass jetzt endlich Ruhe einkehrt. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht anonyme Briefe mit immer neuen abstrusen Anschuldigungen die Runde machen. Eine Schlammschlacht dieses Ausmaßes sei nie dagewesen, heißt es.

Von Vera König

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