Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Langweiliges Hannover? Dieser Bildband zeigt das Gegenteil
Hannover Meine Stadt Langweiliges Hannover? Dieser Bildband zeigt das Gegenteil
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:12 14.03.2019
Natur und Mensch: Rolf Nobel und seine Studenten haben nicht nur Landschaftspanoramen fotografiert, sondern auch Menschen porträtiert. Quelle: Behr, Nobel, Levetzow
Hannover

Langweilig, spießig, grau, provinziell und natürlich grottenhässlich. Dieses Image vertritt Hannover noch bei vielen in Deutschland. Doch auch dank des Internets gibt es immer mehr Menschen, die Hannover schätzen. Eilenriede, Maschsee, Neues Rathaus, Herrenhäuser Gärten – Gründe dafür gibt es schließlich auch genug.

Um die Botschaft vom schönen Hannover auch auf nicht-digitalen Wegen in der Welt zu verbreiten, hat der emeritierte Hochschul-Professor für Fotografie, Rolf Nobel, einen großen Bildband veröffentlicht. Unter dem Titel „Hannover – Bilder einer unterschätzten Stadt“ (Morisel, 29,90 Euro) will er mit dem Graue-Maus-Image endgültig aufräumen.

Die Schönheit der Stadt entdeckt man auf den zweiten Blick

Entspannt: Selbst im Anzug kann man sich im Sommer mal schön auf den Wiesen der Stadt sonnen. Quelle: Ole Spata

Dabei ist auch der gebürtige Hamburger zunächst dem Irrglauben aufgesessen, Hannover sei hässlich: „Mein erster Eindruck war: Hier will ich nicht tot über’m Zaun hängen.“ Anfangs pendelte Nobel noch von Hamburg. Erst als er seine Zelte in der Leinestadt aufschlug, eröffneten sich die schönen, besonderen und einmaligen Perspektiven, die Hannover zu bieten hat: „Mein Bild von Hannover hat sich komplett gewandelt“, sagt der 68-Jährige. „Ich habe die Stadt auf vielfältige Weise kennengelernt.“

Auch die Menschen machen die Stadt einzigartig

Diese persönlichen Erfahrungen hat der ehemalige Hochschul-Dozent nun in ein Buch gegossen. „Hannover hat sehr viele schöne Seiten, die man erst auf den zweiten Blick erkennt“, sagt Nobel. Bei diesem Kennenlernprozess kann sein Buch helfen. Doch nicht nur das. Es ist auch eine Hommage an die Söhne und Töchter der Stadt: „Die Hannoveraner sind sehr offene Menschen. Jedes Jahr kommen hunderttausende Besucher hierher und werden herzlich empfangen“, sagt Nobel und resümiert: „Ein offener Geist prägt diese Stadt.“

Vielfältig und doch vereint: Ein Fan von Hannover 96 lässt sich im Tattoo-Studio PMA in der List das Logo seines Lieblingsvereins auf das Schienbein tätowieren. Quelle: Rolf Nobel

Und so ist der Bildband ein Potpourri an verschiedensten Eindrücken: „Wir haben natürlich geschaut, was die Pflichtmotive sind“, erklärt Nobel. Die Gärten oder das Neue Rathaus dürfen da natürlich nicht fehlen. „Aber wir haben auch viele Motive gesucht, die sich nicht noch nicht jedem bekannt sind.“ Auch eingefleischte Hannoveraner könnten hier noch was Neues entdecken.

Andere Fotografen – andere Motive

Ein Vorteil: Die Bilder stammen nicht nur von Nobel selbst, sondern auch von seinen Studenten: „Es war interessant auch eine junge Perspektive auf die Stadt oder Subkulturen zu bekommen“, sagt Nobel. Mit dem Fotoband sollen Besucher diese Eindrücke auch über die Regionsgrenzen hinweg vermitteln. Nobel: „Es ist ein wunderbares Mitbringsel.

Von Janik Marx, Simon Polreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sie nutzen das Vertrauen von älteren Menschen in Ordnungshüter aus und bringen sie um ihre Ersparnisse. Jetzt macht das LKA Niedersachsen gegen falsche Polizisten mit einer neuen Präventionskampagne mobil.

14.03.2019

Das elektronische Postfach funktioniert im Landgericht Hannover. Doch noch ist es ein langer Weg für die Justiz ins digitale Zeitalter. Das Landgericht verfügt noch nicht einmal über W-LAN.

14.03.2019

Das Flugverbot für Boeings jüngstes 737-Modell wirbelt rund um den Globus Flugpläne und Einsatzprogramme durcheinander. Der Tui-Konzern will dennoch an bestehenden Planungen festhalten.

14.03.2019