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Meine Stadt Bewerbung Kulturhauptstadt: Genug Zeit und Personal?
Hannover Meine Stadt Bewerbung Kulturhauptstadt: Genug Zeit und Personal?
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19:17 14.03.2018
Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums Hannover, bei seinem Appell. Quelle: Behrens
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Hannover

Schon rund ein Jahr habe Hannover mit seiner Kulturhauptstadtbewerbung verloren, hatte Museumsdirektor Reinhard Spieler bei seiner Wachrüttler-Rede auf dem SPD-Parteitag kritisiert. Reicht die Zeit also noch, um das große Ziel zu schaffen?

Die umfangreiche Bewerbungsschrift, das sogenannte „Bid Book“, muss voraussichtlich im August oder September 2019 der internationalen Jury vorgelegt werden. Darin geht es unter anderem um die kulturelle Langzeitstrategie der Stadt, die kulturellen und  künstlerischen Inhalte der Bewerbung und deren europäische Dimension. Die Stadt muss außerdem erklären, wie viele Menschen sie mit ihrer Bewerbung erreicht und wie sie diese beteiligt hat, wie sie ihr Management aufstellen will, wenn sie tatsächlich 2025 zum Zuge kommen sollte und ob sie überhaupt die Kapazitäten hat, um ein Kulturhauptstadtjahr auszurichten.

Im Kulturausschuss morgen will die Verwaltung dazu einen „Meilensteinplan“ vorlegen. „Kann dieser wie geplant umgesetzt werden, ist die verbleibende Zeit ausreichend, um eine Bewerbung mit Aussicht auf Gewinn zu erarbeiten“, sagt Stadtsprecherin Anja Menge.

Für die Jahre 2018 bis 2020 stehen laut Stadt für die Kulturhauptstadtbewerbung knapp 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Voraussichtlich zu Mitte Mai soll ein externer Berater mit Kulturhauptstadterfahrung zur Verfügung stehen, erklärt Stadtsprecherin Menge.

Für das Kulturhauptstadtbüro sind derzeit 3,7 Stellen vorgesehen. Je zwei halbe Stellen für die Leitung, eine für die Geschäftsstelle, eine für das Sekretariat sowie eine 0,7-Stelle für das Projektmanagement. Extra Mitarbeiter hat die Stadt dafür nicht eingestellt. Das hatte Museumsdirektor Reinhard Spieler kritisiert. Sein Finanzgeschäftsführer im Sprengel-Museum war größtenteils abgezogen worden, um im Kulturhauptstadtbüro das Projektmanagement zu übernehmen. Weil sich dieser Mitarbeiter nun aber in einer Weiterbildung befindet, muss die Stelle nachbesetzt werden.

Allerdings ist eine Aufstockung des Personals für die Bewerbung in Sicht. „Die Schaffung von drei weiteren Stellen wird derzeit geprüft“, sagt Sprecherin Menge.

Christian Bohnekamp

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