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ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Statue Justizia ist am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover (Niedersachsen) zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa (zu dpa "Geplante Strafrechtsreform: Mord muss nicht lebenslang bedeuten" vom 29.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Statue Justizia ist am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover (Niedersachsen) zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa (zu dpa "Geplante Strafrechtsreform: Mord muss nicht lebenslang bedeuten" vom 29.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++© Peter Steffen

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Justiz

Bewährung für Betrüger

Er verscherbelte historische Wertpapiere an einen Bekannten. Dariusz Z. (40) verdiente auf diese Weise 88 000 Euro. Die Papiere waren überbezahlt. Und der Angeklagte entwendete seinem Betrugsopfer die Papiere bei einem Besuch.

hannover. Normalerweise pflegen Angeklagte nicht gerade die Etikette. Aber Dariusz Z. (40) verabschiedete sich mit Handkuss von der Dolmetscherin. Er wurde gestern wegen Betruges im besonders schweren Fall zu einem Jahr und vier Monaten Haft verurteilt. Amtsrichter Jörn Thyen setzte die Strafe zur Bewährung aus. Dariusz Z. wurde gestern aus der Untersuchungshaft entlassen.

Die Tat darf man durchaus als dreist beschreiben. Einem Bekannten (63) verkaufte er Aktien der „Mexican Railway Company“. Die Verkaufsgespräche fanden im Nordstadtkrankenhaus statt. Dort lag der 63-Jährige nach einem Autounfall.

An vier Terminen kassierte der Angeklagte 88 000 Euro. Am 11. November 2016 stahl der Angeklagte die historischen Wertpapiere aus der Wohnung seines Bekannten. Wohl um den Trick ein weiteres Mal abzuziehen. Der 63-Jährige rief die Polizei. Bei einem inszenierten Übergabetermin wurde der Pole am 28. Dezember 2016 festgenommen und ging in U-Haft. „Mein Mandant räumt ein, die 88 000 Euro erhalten zu haben. Die Aktien hatten nicht den vereinbarten Wert“, erklärte Anwalt Philipp Kaiser.

Das Geständnis war ein kluger Schachzug. Dariusz Z. ist nicht vorbestraft. Eine Bewährungsstrafe lag da auf der Hand. „Es ist trotzdem kein gefühlter Freispruch. Sie haben zweieinhalb Monate ein deutsches Gefängnis kennengelernt“, so der Richter. Das Urteil wurde sofort rechtskräftig.

Dariusz Z. war sehr erleichtert über das Urteil. Er kehrt jetzt zu Frau und Sohn nach Polen zurück. Dort hat er einen Autoteilehandel. „Die 88 000 Euro sind komplett aufgebraucht“, sagte sein Anwalt. Der Richter sah von einer Geldstrafe ab. Schließlich muss er das Geld samt Zinsen seinem Opfer zurückerstatten.


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