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Meine Stadt Hannover: Betrügerin missbraucht 14-jährige Tochter als Geldbotin
Hannover Meine Stadt Hannover: Betrügerin missbraucht 14-jährige Tochter als Geldbotin
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14:06 06.12.2017
Hannover

Eine 31-jährige Frau aus Hannover, hat sich vor kurzem den Behörden gestellt. Sie soll unter anderem einen älteren Mann aus Bad Oeynhausen unter dem Vorwand einer Geschäftsbeziehung um einen sechsstelligen Euro-Betrag betrogen haben. Dafür holten mehrere Boten, unter anderem die eigene 14-jährige Tocher, Geld bei dem Betrugsopfer ab.

Im vergangenen Jahr meldete sie sich per Telefon auf eine Verkaufanzeige eines verwitweten und gutsituierten Seniors aus Bad Oeynhausen. Sie gaukelte ihm unter falschen Namen vor, nicht nur an einer geschäftlichen Beziehung interessiert zu sein. Nach ersten persönlichen Kontakten, bat sie dem Mann um Geld. Mehrere tausend Euro, die der Rentner der Frau unter anderem für den Kauf eines Autos oder Kleidung gab, sah er allerdings trotz eines abgeschlossenen "Darlehensvertrags" nie wieder.

Tochter von Polizei gefasst

Mehrere Boten holten das Geld bei dem Mann ab. Nachdem sich der Senior an die Polizei gewandt hat, gelang es Zivilfahndern im Oktober eine Botin festzunehmen. Es war die 14-jährige Tochter der Hannoveranerin. Weitere Ermittlungen brachten schließlich die Identität der Frau zum Vorschein. Daraufhin wurde Haftbefehl gegen die 31-Jährige wegen schweren Bandenbetrugs erlassen. Sie soll der Kopf einer Gruppe gewesen sein.

Mit derselben Masche hatte sie zuvor auch schon in Hannover Erfolg gehabt. Damals hatte sie ein Opfer um 75.000 Euro betrogen hat.

Ehepaar kann zweimal fliehen

Allerdings noch vor einer Wohnungsdurchsuchung in Hannover tauchte die Hauptverdächtige mit ihrem Mann ab. Ihre Spur verfolgten die Ermittler bis nach Ludwigshafen. Dort gelang es dem Ehepaar erneut kurz vor einer Durchsuchungsaktion zu flüchten.

Das Paar kehrte schließlich zurück nach Hannover. Hier stellte die Frau sich in Begleitung ihrer Anwältin vor knapp zwei Wochen den niedersächsischen Behörden. Sie legte ein Geständnis ab, der Haftbefehl wurde daraufhin unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Derzeit steht die 31-Jährige unter Bewährung. Ihr könnte eine mehrjährige Haftstrafe drohen.

sp

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