Navigation:
STEHT ZUR ELEFANTENHALTUNG: Zoochef Andreas Casdorff ist sicher, dass die Untersuchungen die Vorwürfe entkräften werden.

STEHT ZUR ELEFANTENHALTUNG: Zoochef Andreas Casdorff ist sicher, dass die Untersuchungen die Vorwürfe entkräften werden.
 © Foto: Wilde

Zoo Hannover

Bericht über angebliche Tierquälerei erreicht die USA

Die Aufregung um den Zoo Hannover hat auch die USA erreicht. Auf seiner Onlineseite berichtet aktuell auch das angesehene Magazin „National Geographic“ über die Vorwürfe, der Tierpark würde seine Elefanten quälen, damit sie Zirkuskunststückchen vorführen.

Hannover.  Die Aufregung um den Zoo Hannover hat auch die USA erreicht. Auf seiner Onlineseite berichtet aktuell auch das angesehene Magazin „National Geographic“ über die Vorwürfe, der Tierpark würde seine Elefanten quälen, damit sie Zirkuskunststückchen vorführen.

Der Inhalt des Artikels der freien Journalistin Christina Russo deckt sich dabei weitgehend mit den auch hier veröffentlichten Berichten. Die Autorin bezieht sich im Wesentlichen auf das von der Tierrechtsorganisation Peta vorgelegte Material und die Pressemitteilungen des Zoos.

Dabei zitiert sie auch die amerikanische Elefantenexpertin Carol Buckley, die sich wiederum auch nur auf die von Peta zusammengeschnittenen Filmaufnahmen bezieht. Daraus folgerte sie, dass die hannoverschen Elefanten in täglicher Angst leben müssten. Buckley kennt sich aus, hat sie doch selbst vor ihrer Wandlung zur engagierten Elefantenschützerin Kunststücke mit diesen Tieren einstudiert, ihrem Lieblingsdickhäuter sogar das Rollschuhlaufen beigebracht, und dabei auch nicht auf den Elefantenhaken verzichtet. Dessen Einsatz sieht sie heute kritisch.

Sie hat nach eigenen Angaben stundenlanges Material gesichtet. Material, das der Zoo vergeblich in voller Länge von Peta angefordert hatte, das die Organisation jedoch der Staatsanwaltschaft Hannover übergeben hat. Zoochef Andreas Casdorff begrüßte die amtlichen Ermittlungen, geht er doch von einer vollständigen Entlastung als Ergebnis aus.

Die Staatsanwaltschaft will Material und Vorwürfe von unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Nach NP-Informationen soll der Tierschutzexperte Professor Hansjoachim Hackbarth von der Tierärztlichen Hochschule Hannover als Gutachter bestellt worden sein. Bis ein Ergebnis vorliegt, kann es gut sechs Wochen dauern. Bis Ende April will auch der europäische Zooverband EAZA laut dem National-Geographic-Artikel das Peta-Material gesichtet und die Vorwürfe überprüft haben. Sollten diese sich bestätigen, würde dem Zoo der Ausschluss aus dem Verband drohen.

„Wir haben, als die Vorwürfe bekannt wurden, gleich Kontakt zu dem Verband aufgenommen“, betonte Zoosprecherin Simone Hagenmeyer. „Wir sind miteinander im Gespräch und hoffen auf eine möglichst schnelle Aufklärung.“ Bislang hat die Aufregung dem Zoo offenbar noch keine großen Einbußen in der Besuchergunst beschert. Über Ostern war es trotz wechselhaften Wetters rappelvoll: „Wir hatten 16 700 Gäste, im Vorjahr waren es mit 17 800 fast genau so viel“, so Hagenmeyer.

Um die Vorwürfe zu widerlegen, hat der Zoo auf seiner Internetseite und auf Facebook ein Video veröffentlicht, bei dem eine der üblichen moderierten Fütterungen gezeigt wird. Der Clip soll belegen, dass die Elefanten dort keine Zirkuskunststückchen aufführen, sondern nur antrainierte Bewegungsabläufe zeigen, die für medizinische und pflegerische Zwecke wie dem Entfernen der Hornhaut an den Füßen notwendig sind.

Von Andreas Krasselt

Quält der Zoo Hannover seine Elefanten? Lesen Sie hier eine NP-Analyse.

zoo Hannover

Anzeige
Bildergalerien Alle Galerien
Was halten Sie von den Obike-Leihfahrrädern in Hannovers City?

City Click

"Märchenhafte Stimmung über dem Tiergarten" - so betitelte NP-Leserin Catharina Cordes ihr Foto. In der Tat: Ein märchenhaftes Bild.

zur Galerie

Schicken Sie uns Ihren City Click!

Haben Sie ein tolles Motiv fotografiert? Die Redaktion wählt mehrmals pro Woche die schönsten Leserfotos aus und veröffentlicht sie in der City Click Galerie.

Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok