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Meine Stadt Bergwacht rettet Familie aus Hannover
Hannover Meine Stadt Bergwacht rettet Familie aus Hannover
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00:18 15.02.2018
LOGO: Emblem der Bergwacht Harz – Rotes Kreuz auf Edelweiß Quelle: ()
BRAUNLAGE

Beim Ski-Langlauf im Harz die Orientierung verloren, im Dunkeln nicht mehr rausgefunden – bange Stunden für eine Mutter (36) und ihre zwei Kinder (11, 14) aus Hannover. Sie mussten am Sonntagabend durch die Bergwacht Sankt Andreasberg aus ihrer misslichen Lage gerettet werden. Die Rettungsaktion nahe dem Ort Sonnenberg verlief nicht optimal, so dass die kleine Familie erst gegen 22 Uhr, drei Stunden nach ihrem Notruf von 19 Uhr, wieder auf sicherem Terrain landete.

Die Unwägbarkeiten für die Retter begannen mit dem Notruf per Handy. Der landete in Göttingen, wurde dann nach Goslar weitergeleitet. Um den Aufenthaltsort der Familie zu bestimmen, wurde das Handy geortet. Doch im Unterschied zu städtischen Gebieten stehen dort weit weniger Mobilfunkmasten, so dass die Ortung laut Polizei in Braunlage „nur eine vage Richtungsangabe“ ergab. So wurde zunächst auf der falschen Seite längs der Landstraße 519 gesucht. Zudem lag so viel Schnee auf den Loipenwegen, dass Polizeifahrzeuge nicht weit genug in das Wandergebiet einfahren konnten. Daher wurde die Bergwacht alarmiert.

Die Bergwachtgruppe Braunlage lief laut Bereitschaftsführer Martin Asselmeyer zunächst „zwei Stunden auf Skiern durch den Wald“, rückte dann mit einem mit einem Quad-artigen Fahrzeug mit Raupenantrieb an, so dass auch der Tiefschnee kein Problem mehr war. Nachdem man nochmals Handy-Kontakt mit der Mutter hatte, kam man dem Aufenthaltsort doch näher und fand die drei auf einem schmalen Wanderpfad nahe des Parkplatzes „Dreibrodestein“, „etwa 800 Meter abseits der Landstraße“.

Nach der Bergung und der Aufwärmphase in einem Rettungsfahrzeug wurden die Skilangläufer aus Hannover zu ihrem Auto auf dem Parkplatz Sonnenberg gebracht, von wo sie ihre Heimfahrt antraten.

Polizei und Bergwacht weisen darauf hin, dass Ski- und Wandertouren „gut geplant und rechtzeitig vor Eintritt der Dunkelheit beendet“ sein sollten. Die in Not geratene Familie war erst gegen 15 Uhr gestartet, das sei „deutlich zu spät“ gewesen, sie wurden dann von der Dunkelheit überrascht und verloren die Orientierung. Der Ausflug hätte schlimmer enden können als mit Erschöpfung und leichter Unterkühlung.

Von Ralph Hübner

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