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Meine Stadt Bei Hannovers Uhren läufts nicht rund
Hannover Meine Stadt Bei Hannovers Uhren läufts nicht rund
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00:16 11.04.2013
ZEIGERFEHLER: Die Kröpcke-Uhr ist nicht atomzeitkompatibel.
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Hannover

Jetzt wirds aber Zeit – oder eben auch nicht. In der Innenstadt ist auf die großen bekannten Uhren derzeit kein Verlass.

Zeigerproblem Nummer eins betrifft eines von Hannovers Wahrzeichen und den wohl beliebtesten Treff für Verabredungen: die Kröpcke-Uhr. Wer auf eine genaue Uhrzeit angewiesen ist, sollte besser nicht auf das Wahrzeichen setzen – ihre Zeiger gehen regelmäßig nach.

Das hat mit dem Alter der Uhr zu tun, die auf ein 1885 von Konrad Oertel entworfenes Modell zurückgeht und unter Denkmalschutz steht, obwohl sie eine Rekonstruktion aus dem Jahre 1977 ist. Eine Umrüstung auf moderne Zeitmessung verbietet sich dadurch. Die Stadt erklärt die Zeitdifferenz so: Im Neuen Rathaus steht eine Uhrenzentrale, die mit der Atomuhr aus Braunschweig verbunden ist und von dort Signale für die exakte Zeitmessung erhält. Von dieser Uhrenzentrale im Rathaus erhält ein Großteil der Uhren in der Stadt minütlich einen 60-Volt-Impuls – und stellt sich dadurch jeweils eine Minute weiter. Weil bei der Kröpcke-Uhr wegen des Denkmalschutzes?kein moderner Atomuhrempfänger eingebaut werden darf, ist diese per Kabel mit der städtischen Uhrenzentrale verbunden. Das Signal darüber ist jedoch nicht ganz zuverlässig. Zum Beispiel kann dessen Durchleitung durch Kabelarbeiten im Stadtgebiet unterbrochen werden. „Und dann müssen wir die Uhr nachstellen“, sagt Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Lediglich eine Funkantenne im Sockel sei möglich, erläutert die Stadt. Doch dadurch sei der Empfang des Impulses aus dem Rathaus erst recht nicht sichergestellt.

Anders am Hauptbahnhof: Die Uhren dort laufen genau, sozusagen nach Fahrplan – aber die Zeiger am Empfangsgebäude sind immer noch nicht zu sehen. Wegen Fassadenarbeiten sind sie von einem Gerüst verdeckt. Dessen Zeit läuft aber ab. Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis: „Ende des Monats ist der Mittelbau wieder frei.“

Die Uhren der Marktkirche gehen zwar auch richtig, allerdings fehlen derzeit die Zeiger an einer Seite des Kirchturms, weil ein Gelenk repariert werden muss – die Spezialfirma Korfhage und Söhne aus Melle bei Osnabrück ist damit beauftragt. „Wir gehen davon aus, dass die Zeiger in spätestens vier Wochen wieder am Turm befestigt werden“, sagt Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann.

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