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Meine Stadt Eisstadion Pferdeturm: Statt Ausschank warten aufs Amt
Hannover Meine Stadt Eisstadion Pferdeturm: Statt Ausschank warten aufs Amt
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17:39 12.01.2019
PROBLEME MIT DEM BAUAMT: Die Betreiber des Eisstadions am Pferdeturm in Hannover können derzeit ihre Pläne nicht verwirklichen, beklagt Prokuristin Kristina Mittrop-Griebler. Quelle: Foto: Heusel
Hannover

Die Bauverwaltung der Stadt Hannover unter Führung des Dezernenten Uwe Bodemann wird seit Monaten kritisiert – nicht nur, weil sie manches ablehnt und damit Unverständnis weckt; auch, weil manches in den Augen der Bauwilligen und ihrer Architekten einfach zu lange dauert. So ein Fall spielt sich derzeit auch um das Eisstadion am Pferdeturm ab.

Es geht um den schlichten Einbau von zwei Containern in die (kurze) Rückseite des Eisstadions, die als Schanktheke dienen sollen. Einer der Container müsste wegen Fluchtwegvorschriften so eingebaut werden, dass er etwa 1,1 Meter „hinten raus ragt“ – Richtung Bahnstrecke, die fast 25 Meter entfernt verläuft (Das Bahngelände beginnt etwa fünf Meter hinter dem so eingebauten Thekencontainer). Der andere Container könnte einfach in die ihm zugedachte Ecke gestellt und angeschlossen werden.

„Allein drei Monate, bis ein Termin zur Akteneinsicht steht – das ist in keiner anderen Stadt so“, sagt Kristina Mittrop-Griebler, Prokuristin der Eisstadion-Betreiberin KGM Network GmbH. Sie reichte die Bauvoranfrage ein, belegte dann auch ihre Vertretungsbefugnis als Prokuristin – bis es schließlich hieß: Genügt uns nicht, wir brauchen eine Handlungsvollmacht. Und da war wieder mehr als ein Monat vergangen und es war Anfang November. Seither hat sich die Baubehörde auch nicht mehr geregt, auf Nachfrage, wie der Stand der Dinge sei, hieß es Mitte Dezember: Man könne „Aufgrund eines erhöhten Antragsaufkommens und erheblicher personeller Engpässe (…) im Moment nicht seriös abschätzen, zu wann Sie mit einem Bescheid rechnen können.“

PLANSEITE: Aus der Rückwand des Eisstadions würde der Thekencontainer etwa 1,1 Meter hinausragen. Quelle: Foto: Heusel

Die Prokuristin sagt, sie hätte im Kontakt mit der Bauverwaltung ständig das Gefühl, „alles andere ist wichtiger, wird vorgezogen, bevor man dort meine Sache in Angriff nimmt“. Dabei sei es doch im Interesse der Stadt, dass das Unternehmen Eisstadion am Pferdeturm läuft, der Betreiber Umsatz machen kann. Außerdem sei im Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt auch vorgegeben, dass sie zu bestimmten Zeiten öffentlichen Eislauf anbieten müssten – was auch so sei. Kurzum: Mittrop-Griebler und Ihr Mann Gerhard Griebler, Geschäftsführer der KGM Network, wundern sich sehr: „Das ist doch so ein Pipifax, ist doch keine große Sache, was wir vorhaben!“, entrüstet sie sich. Ihre erste Anfrage beim Bauamt war im April, eigentlich wollten sie die Theken zum Eishockey-Saisonstart im September fertig haben. Im März endet die Saison – die Eheleute hoffen nun, dass es wenigstens bis zum nächsten Saisonstart was wird.

IST-ZUSTAND: So sieht die Schankecke im Eisstadion derzeit noch aus. Quelle: Foto: Heusel

Die Stadt gibt sich recht zugeknöpft: Es habe „aufgrund erhöhter Bautätigkeit“ viele Akteneinsichtsgesuche gegeben, was zu Verzögerungen geführt habe. Zu einem „konkreten Antragsverfahren“ äußere sich die Bauverwaltung „grundsätzlich“ nicht detailliert; „grundsätzlich“ reiche aber eine Prokura aus, um Bausachen zu regeln. Welche Belange der Nachbarin Deutsche Bahn angesichts einer gemeinsamen Grenze betroffen sein könnten, wird auch nicht erklärt. Nicht einmal allgemein und losgelöst von diesem Fall - man könnte ja Rückschlüsse auf das Eisstadion-Verfahren ziehen. Dafür gibt sich die Bauverwaltung optimistisch, was die Zukunft betrifft – zumindest für einen Teilaspekt: Für die Akteneinsicht gebe es seit Dezember drei neue Mitarbeiter(innen), dadurch „werden sich die Fristen deutlich verkürzen“.

Von Ralph Hübner

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