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Flüchtlingsheim

Barsinghausen: Noch keine Hinweise auf Brandstifter

Brandstifter haben den Rohbau eines Flüchtlingsheims in Barsinghausen angezündet. Wegen geöffneter Gasflaschen im Innern bestand sogar die Gefahr einer Explosion. Die Polizei hofft nun auf Zeugenhinweise.

Barsinghausen. Bei einem Brandanschlag auf ein in Bau befindliches Flüchtlingsheim bei Hannover wollten die Täter womöglich eine schwere Explosion auslösen und brachten Feuerwehrleute damit in akute Lebensgefahr. Bei den Löscharbeiten in dem Rohbau in Barsinghausen stießen die Wehrmänner am Samstag auf mehrere geöffnete Gasflaschen, was zu einer Explosion hätte führen können, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Von den Tätern gab es am Sonntag noch keine Spur, wie die Polizei mitteilte. 

An dem Gebäude, in das Ende März 48 Flüchtlinge einziehen sollten, entstand ein Schaden von 100 000 Euro, Menschen wurden nicht verletzt. In Bismark in Sachsen-Anhalt setzten Unbekannte eine geplante Flüchtlingsunterkunft unter Wasser. Wie die Polizei mitteilte, drangen sie in der Nacht zu Samstag in das leerstehende Wohnhaus ein und drehten in fünf von zehn Wohnungen sämtliche Wasserhähne auf. Das Wasser sammelte sich im Keller. Die Feuerwehr pumpte es ab. Das Haus ist vorerst unbewohnbar. Der Schaden wird auf 30 000 Euro geschätzt.

Die Brandstifter von Barsinghausen brachen zunächst einen Baucontainer auf und nahmen die Gasflaschen heraus. Mit Brenneraufsätzen zündeten sie dann Dämmmaterial an. Womöglich ließen die Täter die Gasflaschen anschließend bewusst offen, um eine Explosion zu erzeugen, genau wissen das die Ermittler noch nicht. Die Feuerwehr brachte die Gasflaschen ins Freie, wo sie gekühlt wurden. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verurteilte den Anschlag. "Ich schäme mich dafür, dass so etwas auch bei uns in Niedersachsen immer wieder passiert."


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