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SPUREN DER TAT: Die Bar ist abgesperrt.

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 © Dröse

Feuer ins Misburger Gold-Bar

Bar-Besitzer jetzt in Untersuchungshaft

Nach dem Feuer in der Nacht zu Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft den Besitzer der Gold-Bar in Misburg in Untersuchungshaft geschickt. Seine Geschichte, er sei ausgeraubt und seine Bar angesteckt worden, glaubt man ihm nicht.

HANNOVER.  Es hatte sich bereits am Mittwoch abgezeichnet – Donnerstag bestätigte Staatsanwältin Kathrin Söfker: Der Besitzer der Gold-Bar in Misburg in nach dem Feuer in der Nacht zu Dienstag der Hauptverdächtige. Er kam nach einer Nacht in Gewahrsam bei der Polizei in Untersuchungshaft. Ermittelt wird laut Söfker wegen „schwerer Brandstiftung und Vortäuschen einer Straftat“.

Der 31-Jährige war Dienstag kurz vor Mitternacht von drei jungen Männern aus der Gold-Bar an der Kurzen Straße gerettet. Da brannte es in dem Betrieb bereits. Der Polizei erzählte er anschließend, dass bewaffnete Männer ihn ausgeraubt hätten. Zuerst sei er mit Waffen bedroht worden, anschließend habe man ihn gefesselt. Merkwürdig: Der Mann war nur an den Beinen gefesselt – hätte sich so theoretisch eigentlich selbst befreien können müssen.

Tatsächlich habe es erhebliche Zweifel an seiner Aussage gegeben, erklärte die Staatsanwältin gestern. „Es gab Gründe für den Verdacht, dass er selbst das Feuer gelegt hat.“ Ob der Mann die Vorwürfe einräumt, sagt Söfker nicht – auch zu den möglichen Hintergründen äußert sie sich nicht.

Bei benachbarten Gastronomen war die Bar seit der Eröffnung – die gerade erst sechs Wochen her ist – immer wieder Thema. Auch, weil selten viel los war. Just am Abend des Feuers hatte sie zur Überraschung eines Wirts aus der Nachbarschaft länger geöffnet – „der hat häufig schon um 20, 21 Uhr geschlossen, an dem Abend war noch lange auf.“

Einen Fall, in dem auch ein Gastwirt verdächtigt wurde, seinen eigenen Betrieb angezündet zu haben, gab es 2009 in Northeim. Damals hatte der Chef gefesselt in einem Schrank gelegen, wurde dann von der Feuerwehr gerettet. Zwischenzeitlich geriet er unter Verdacht, selbst für das Feuer verantwortlich gewesen zu sein – es fehlte jedoch an Beweisen. Die Ermittlungen wurden eingestellt.

Im Falle einer Verurteilung könnte der 31-Jährige für viele Jahre ins Gefängnis kommen. Auch deswegen die Untersuchungshaft – wegen der Fluchtgefahr des Verdächtigen.

Klicken Sie hier für die Ursprungsmeldung.
 
 

Von Sebastian Scherer

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