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Künstler Della mit einer von ihm für die Hannoversche Volksbank gestalteten EC-Karte (Girocard).

Künstler Della mit einer von ihm für die Hannoversche Volksbank gestalteten EC-Karte (Girocard).
© Sielski

KUNST UND KOMMERZ

Bank-Karte im Pop-Art-Stil

Für gewöhnlich finden die kleinen Plastikkarten der eigenen Hausbank wenig Beachtung: Man nutzt sie zum zahlen oder Geld abheben, und gut ist. Die Volksbank in Hannover bietet jedoch „EC-Karten“ (heißen offiziell Girocard) mit mehreren Motiven an – ab sofort auch eine von Pop-Art-Künstler Della gestaltete.

HANNOVER. Die Bank-Genossen stehen auf Pop-Art: Die Hannoversche Volksbank hat die hauseigene „BankCard“ (Girocard, früher EC-Karte), für ihre Kunden vom ebenfalls in der Landeshauptstadt ansässigen Künstler Della gestalten lassen.

Die Karte ist natürlich im Della-Typischen Stil und zeigt auf ihren 46 Quadratzentimetern auf der Chip-Seite symbolisch Einiges, was man so mit der Stadt verbindet: Kröpcke-Uhr, eine Nana-artige Figur, Leibniz-Keks und Goldenes Tor etwa.

Wie genau es zu dem Projekt Della-Bank-Karte kam, ließen die Beteiligten offen – nur soviel: Man kennt sich, redet miteinander, und irgendwann sieht man klar. „Wahrscheinlich war ich gerade auf Akquise-Tour“, murmelte der Künstler bei der Präsentation der Karte so vor sich hin.

Immerhin war die öffentliche Vorstellung des Werkes dem städtischen Kulturdezernenten einen Besuch wert. Harald Härke sieht in der Karte eine Botschafterin für Hannover, „die einen größeren Massenradius hat als eine Stadtbahn“ – die Karte kann ja europaweit benutzt werden.

Kulturdezernent Harald Härke (links), Künstler Della, Hannoversche Volksbank-Chef Jürgen Wache mit der künstlerisch gestalteten „EC-Karte“ im Großformat.

Die „anders“ gestalteten Bankkarten sind teils sehr gefragt: Die mit dem „Hannover 96“-Motiv hätten inzwischen 26 000 Kunden, die mit Kröpcke-Rathaus-Fotomotiv mehr als 10 000 und die „Herrenhäuser Gärten“ sei etwa 8000-mal geordert worden. „Das möchte ich aber toppen“, setz Künstler Della die Marke für den eigenen Erfolg – ist dabei selbst „noch nicht“ Volksbank-Kunde. Möglich wäre das: von den gut 95 000 von der Bank hier ausgegebenen Karten sind ja etwa 51 000 Marke „Normalvariante“.

Die Kunden können sich das jeweilige Motiv aussuchen, das kostet nichts extra, sagt die Bank. Ausnahme: Wer abweichend von der Gültigkeitsdauer seiner Karte eine neue mit einem der zur Wahl stehenden Motive will, muss zehn Euro zahlen und sich etwa 14 Tage gedulden, bis das Kunstwerk für die Geldbörse ins Haus getrudelt ist.

Von Ralph Hübner


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