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Meine Stadt Bad Nenndorf: Mutter, Kind und Schwester sterben bei Horror-Unfall
Hannover Meine Stadt Bad Nenndorf: Mutter, Kind und Schwester sterben bei Horror-Unfall
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22:25 02.04.2010
Der BMW wurde bei dem Unfall in der Nähe von Bad Nenndorf entzwei gerissen. Quelle: Schaarschmidt
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VON BRITTA LÜERS

BAD NENNDORF. Ausgelöscht. Tot. Ein kurzer Augenblick besiegelte gestern das Schicksal einer jungen Familie aus dem Kreis Schaumburg. Innerhalb von Sekunden wurden drei Menschen aus dem Leben gerissen: Eine Mutter (24), ihr Sohn (1) und ihre Schwester (16) starben.

14.30 Uhr: Mit ihrem Sohn, ihrer Tochter (3) und ihrem Freund (23), dem Vater der Kinder, brach die junge Frau zu Hause Richtung Bad Nenndorf auf. Auch ihre Schwester saß mit im Auto. Wer am Steuer des 5er BMW war und wohin der Ausflug gehen sollte, sei noch unklar, so Polizeisprecherin Gabriela Mielke.

Knapp anderthalb Kilometer später passierte die Tragödie. Viele Details sind noch unklar. Mehrere Autofahrer berichten später von einem BMW-Cabrio, das wiederholt riskant überholt haben soll, so die Sprecherin. Kurz vor dem Unfall soll das Cabrio, dessen Fahrer inzwischen ermittelt wurde, auch den 5er BMW überholt haben – direkt vor einer Kurve, in einer Tempo-100-Zone. Möglicherweise habe der Fahrer den Familienwagen beim Einscheren geschnitten und so den Unfall ausgelöst. Mielke: „Ob dem aber tatsächlich so ist, müssen die Ermittlungen zeigen.“

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Bei einem schwerem Unfall sind eine junge Mutter, ihr kleiner Sohn und ihre Schwester am Karfreitag in den Trümmern eines Autos bei Bad Nenndorf ums Leben gekommen. Der Unfallverursacher wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Fakt ist: Der 5er BMW geriet in Höhe des Industriegebiets von Bad Nenndorf ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Dann driftete die Limousine zurück auf die Fahrbahn – direkt in den Gegenverkehr. Ein 45-jähriger Motorradfahrer raste in den Wagen und riss ihn mit seiner 1200er Buell regelrecht in zwei Teile. Feuerwehrsprecher Marco Thiele: „Uns bot sich ein Bild des Grauens.“

Als die ersten Retter eintrafen, spielten sich erschütternde Szenen vor ihnen ab: Der junge Familienvater lief unter Schock auf der Straße herum. In seinen Armen wiegte er seinen Sohn – der war zu diesem Zeitpunkt schon tot. Die Schreie des 23-Jährigen hallten über die Landschaft: „Hilfe, Hilfe. Holt meine Frau da raus!“ Doch die Feuerwehr konnte nur noch seine Tochter retten. Das dreijährige Mädchen wurde in die MHH geflogen. Auch der Biker überlebte schwer verletzt.

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