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Meine Stadt Auszeichnung in gold für Hannover
Hannover Meine Stadt Auszeichnung in gold für Hannover
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00:19 08.03.2018
HANNOVER

Zum ersten Mal ist die Auszeichnung „StadtGrün naturnah“ vergeben worden – und Hannover ist eine der fünf deutschen Städte, die sich jetzt mit diesem „Label“ schmücken dürfen. Und mit Frankfurt am Main darf an der Leine das Logo in gold genutzt werden, der höchsten von drei Auszeichnungsstufen. Verliehen wird „StadtGrün naturnah“ von der Deutschen Umwelt-Hilfe (DUH), bekannt für ihren Kampf gegen abgasverschmutzte Luft und Klagen gegen diverse Städte (auch Hannover ist im Visier), und dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, das vom Bund gefördert wird und dem bislang Hannover und die anderen vier „ausgezeichneten“ Kommunen angehören, die sich das Label und die Kampagne ausgedacht haben.

Mit dem Label sollen Kommunen „bei der Umsetzung eines ökologischen Grünflächenmanagements unterstützt und vorbildliches Engagement ausgezeichnet werden“, erklären die Verleiher. Es soll „Kommunen belohnen, die ihre Grünflächen trotz immer noch bestehender Vorbehalte naturnah gestalten und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten“. Denn Parks und Grünzüge, Gewässerränder oder urbane Wälder würden „immens zur Lebensqualität in Städten und Gemeinden beitragen“. Wenn bei deren Gestaltung zudem ökologische Aspekte berücksichtigt würden, „profitieren auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten“.

Hannover hebe sich „durch den Erhalt artenreicher innerstädtischer Landschaftsräume und deren Nutzbarmachung im Sinne der Naturerfahrung“ hervor. Gewürdigt wird etwa der als „Pilotfläche“ dienende öffentliche Grünzug „Roderbruch“, im Nordosten der Landeshauptstadt mit einer „angepassten Pflege von Rasen, Wiesen und Säumen auf ausgewählten Maßnahmenflächen“. Ziel sei es dort, „naturnahe und strukturreiche Bereiche zu entwickeln und bestehende, gerätegebundene Spiel- und Sportaktivitäten sowie weitere Erholungsnutzungen für die Stadtbevölkerung nicht einzuschränken“. Natürlich habe man das gesamte Engagement der Kommune im Blick gehabt und gewürdigt, sagt Tobias Herbst, Projektleiter, hier sehe man „riesige Naturräume, die weit in die Stadt hineinragen“. Er attestiert Hannover „ein systematisches Vorgehen zur Förderung der Natur“ mit einer im Vergleich „ungewöhnlichen Dichte, was uns in der Summe überzeugt hat“.

Durch solche Auszeichnungen „fühlen wir uns in unserer Arbeit bestätigt und motiviert, uns für den hohen Standard für das Grün in der Stadt auch weiterhin einzusetzen“, erklärte Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin. „Diese Ehrung gebührt vor allem auch den Initiativen, Verbänden sowie Einwohnerinnen und Einwohnern, die sich für den Erhalt und die Entwicklung des Stadtgrüns einsetzen.“

Während sich die Umweltdezernentin am Montag im Umweltausschuss des Rats anlässlich der Auszeichnung freute, „den einjährigen Zertifizierungsprozess mit Bravour bestanden“ zu haben, zeigte sich die CDU überrascht, ausgerechnet von DUH auf diese Weise gewürdigt zu werden - droht der Verein doch Hannover gerade mit einer Klage wegen der Grenzwertüberschreitungen bei den Stickoxiden in der Luft. „Unter dieser Voraussetzung würde ich die Auszeichnung nicht annehmen“, erklärte Ratsherr Felix Blaschzyk.

Weitere Label erhielten: Wenigerode (Silber) sowie Neu Anspach und Kirchhain (Bronze).

Von Ralph Hübner und Andreas Krasselt

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