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Meine Stadt Eminem-Konzert in Hannover in Rekordzeit ausverkauft
Hannover Meine Stadt Eminem-Konzert in Hannover in Rekordzeit ausverkauft
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16:30 02.02.2018
Das einzige Deutschland-Konzert des US-Rappers Eminem in Hannover ist ausverkauft.
Hannover

Um fünf nach zehn wird der Verkäufer im NP-Ticketshop in der Langen Laube einmal laut: „Ausverkauft!“, ruft er durch den Laden. Die rund 15 Eminem-Fans – einige von ihnen warteten schon seit acht Uhr vor verschlossenen Türen – nehmen es vergleichsweise gelassen. Sie waren in der Hoffnung gekommen, dort eher an Tickets für das einzige Deutschland-Konzert des erfolgreichsten Rap-Musikers aller Zeiten zu kommen. Doch auch die Mitarbeiter in den analogen Verkaufsstellen hatten die gleichen Chancen wie jeder andere Fan, der es vom heimischen Computer oder unterwegs vom Smartphone probierte.

Einziges Deutschland-Konzert in Hannover

Am Montag wurde bekannt, dass Eminem, der mit richtigem Namen Marshall Mathers heißt, das einziges Deutschland-Konzert seiner „Revival“-Welttournee in Hannover plant – am 10. Juli auf dem Messegelände vor 75 000 Fans.
Während die lokalen Fans ihr Glück kaum fassen konnten, war die Empörung über die Standortwahl bei vielen anderen Anhängern groß. Auch dass es nur ein einziges Konzert in Deutschland geben wird, wurde kritisiert. Folglich war die Nachfrage nach den Tickets riesig.

Bilder aus der Karriere von Rapper Eminem

Telekom-Kunden sichern sich Hälfte der Tickets

Ab Mittwoch konnten sich vorab Kunden der Telekom Karten für das Konzert sichern. So gingen bis Freitag bereits rund die Hälfte der Tickets weg. Die andere Hälfte war dann gestern Vormittag innerhalb weniger Minuten vergriffen.  „In der Dimension habe ich das noch nicht erlebt“, sagt Shop-Mitarbeiterin Agné Budarina. „Bei 96-Spielen waren hin und wieder mal alle Karten nach einer halben Stunde weg, aber dieses Mal dauerte es zwanzig Sekunden“, schildert sie das Szenario unmittelbar nachdem es zehn Uhr geschlagen hatte. Zwar kamen danach hin und wieder noch Rückläufer auf den Markt – „wenn die Leute plötzlich doch nur drei statt vier Karten wollten“ – doch die Chance, eine dieser Karten zu bekommen, war noch mal geringer. „Besonders die Fans aus Hannover waren sauer, dass sie genau die gleichen Chancen, wie alle anderen Fans aus Deutschland und nicht ein besonderes Vorverkaufsrecht hatten“, sagt Budarina.

Kommt nun das Zusatzkonzert?

Könnte es aufgrund der extremen Nachfrage vielleicht doch noch ein zweites Konzert in Deutschland geben? „Nein, definitiv nicht“, sagt Katharina Wenisch vom Veranstalter Live Nation. Wer nun dennoch an Tickets kommen will, hat keine andere Möglichkeit, als es über private Anbieter zu versuchen, die schon jetzt mehrere hundert Euro pro Karte verlangen. Da die Tickets nicht personalisiert sind – diese Entscheidung trifft übrigens stets das Management des Künstlers –, floriert das Geschäft auf Plattformen wie Viagogo oder Ebay.

Von Timo Gilgen

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