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Meine Stadt Auch für Gutachter bleibt Supermarktkiller ein Rätsel
Hannover Meine Stadt Auch für Gutachter bleibt Supermarktkiller ein Rätsel
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00:16 23.01.2016
EIN FAMILIENVATER: Marek K. steht wegen Mordes und Überfällen auf Supermärkte vor Gericht.Foto: Wilde Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Er schweigt zu den Taten. Auch gegenüber dem psychiatrischen Gutachter blieb er sprachlos. Auffällig sei, so Tänzer, dass der Angeklagte kurz vor Beginn der Raubserie arbeitslos und sein Sohn geboren wurde. Das könnte auf eine seelische Krise hindeuten.

Der Gutachter fand anhand der biografischen Daten des Polen keinerlei Hinweise auf eine Drogenabhängigkeit oder eine psychiatrische Erkrankung. Die Tatsache, dass er lange als Industriemechaniker gearbeitet und eine Familie gegründet habe, spreche auch gegen eine dissoziale Persönlichkeit. Und Marek K. ist ohne Vorstrafe.

Kann so jemand von einem Tag zu anderen zum skrupellosen Räuber und Mörder werden? Am 4. Dezember 2014 wurde ein junger Mann bei einem Überfall auf einen NP-Markt in Stöcken erschossen. Bei sieben weiteren Raubzügen feuerte der Täter aus seiner Cesna, Kaliber 7,65 Millimeter. Alles weist auf Marek K. als Täter hin.

Die entscheidende Aussage des Gutachters: „Da ich die Motivation für die Verbrechen nicht kenne, kann ich auch nichts zum Hang des Angeklagten sagen, weitere schwere Straftaten zu verüben.“ Hinsichtlich einer Sicherungsverwahrung nach Verbüßung einer lebenslangen Haftstrafe zeigte sich Andreas Tänzer deshalb skeptisch.

Verteidiger Holger Nitz meinte zur NP: „Eine Sicherungsverwahrung für einen Angeklagten ohne Vorstrafe ist die absolute Ausnahme.“ Marek K. dürften keine Nachteile entstehen, weil er vor Gericht schweige.

Am 3. Fe-bruar will die Kammer um Richter Wolfgang Rosenbusch eine Einschätzung der Dinge geben. Es sind alle Zeugen zu den Überfällen, bei denen geschossen wurde, gehört worden. Die Kammer will Anfang Februar klären, inwieweit die restlichen 16 Überfälle noch verhandelt werden müssen.

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