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Meine Stadt Aschewolke trübt Geschäft von Tui Travel ein
Hannover Meine Stadt Aschewolke trübt Geschäft von Tui Travel ein
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13:14 11.05.2010
Viele Flugausfälle: Die Aschewolke aus Island vermiest der TUI etwas das Geschäft. Quelle: dpa
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London/Hannover. Die Nachfrage nach Urlaubsreisen habe nach einer Unterbrechung allerdings Anfang Mai wieder angezogen, teilte die Tochter des deutschen Reisekonzerns Tui am Dienstag in London mit. Im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März profitierte Tui Travel von der anziehenden Nachfrage und den Kostenentlastungen durch die Umstrukturierung des eigenen Geschäfts.

Tui ist mit 54 Prozent der Anteile Mehrheitsaktionär der an der Londoner Börse notierten Tui Travel und legt seine Halbjahreszahlen an diesem Mittwoch vor.

Das Flugverbot Mitte April hatte bei Tui Travel wie bei anderen Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu massiven Flugausfällen geführt. Wegen der Vulkanasche-Wolke aus Island war der Flugverkehr über Europa über Tage hinweg großenteils lahmgelegt. Millionen Reisende saßen an ihren Reisezielen fest oder konnten von Europa aus erst gar nicht starten. Reiseveranstalter wie Tui Travel mussten die Urlauber vor Ort betreuen und Rückholaktionen organisieren.

Den Schaden durch die Flugverbote bezifferte Tui-Travel-Chef Peter Long am Dienstag auf 90 Millionen britische Pfund. Damit muss Tui Travel auch im Gesamtjahr mit fast einem Fünftel weniger Gewinn rechnen. Analysten erwarteten im Schnitt einen Vorsteuergewinn von 475 Millionen Pfund, sagte Long. Rechne man die Belastung durch die Flugverbote heraus, sei Tui Travel weiterhin auf Kurs zu diesem Ziel.

Im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März konnte Tui Travel den Verlust leicht verringern. Das Minus reduzierte sich in den Monaten Oktober bis März unter dem Strich von 334 auf 320 Millionen britische Pfund (370 Mio Euro). Reiseveranstalter schreiben im Winterhalbjahr typischerweise rote Zahlen. Den Großteil ihres Gewinns fahren sie in der Haupturlaubszeit im Sommer ein. Der Umsatz ging wegen des zusammengestrichenen Winterangebots um acht Prozent auf 4,9 Milliarden Pfund zurück.

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